Bonn bewirbt sich in Brüssel um Arzneimittel-Behörde

Das Motto "Closer to Europe" aus dem deutschen Bewerbungsvideo

Bonn bewirbt sich in Brüssel um Arzneimittel-Behörde

Mit einer Präsentation in Brüssel hat die Bundesregierung am Donnerstag (14.09.2017) ihre Bewerbung um den Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bekräftigt.

Nach dem Brexit wird die Behörde aus London in einem EU-Mitgliedsland angesiedelt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat vor Vertretern der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und der EU-Kommission erläutert, was für Bonn als neuen Sitz spricht.

Bonn eigne sich bestens für EMA

2166-M-Gr_he

Kurze Wege innerhalb der Stadt, ein gut aufgestellter Arbeitsmarkt, im europäischen Vergleich preisgünstiger Wohnraum, internationale Schulen und Kinderbetreuung, vielfältige Naherholungsmöglichkeiten sowie kulturelle Angebote bieten beste Voraussetzungen für die Mitarbeiter der EMA und ihre Familien.

Stadt würde von EMA profitieren

Die europäische Arzneimittelbehörde würde fast neunhundert Mitarbeiter mit nach Bonn bringen, hochausgebildete Spezialisten und deren Familien. Allein vergangenen Jahr haben Besucher der internationalen Konferenzen an der EMA in London zuletzt pro Jahr gut 36.000 Hotelübernachtungen gebucht, daher würden auch Bonner Hoteliers, Restaurants und Geschäfte von Besuchern der Behörde profitieren.

Entscheidung wird im November gefällt

Mit der Entscheidung Großbritanniens für einen Austritt aus der EU muss ein neuer Standort für die EMA mit ihrem derzeitigen Sitz in London gefunden werden. Die Entscheidung über den künftigen EMA-Standort durch den Europäischen Rat wird im November erwartet.

Stand: 14.09.2017, 15:00