Kölner Elefantenbaby ist eingeschläfert worden

Kölner Elefantenbaby ist eingeschläfert worden

Das erst eine Woche alte Elefantenbaby im Kölner Zoo ist tot. Der kleine Bulle musste eingeschläfert werden. Sein Zustand hatte sich am Wochenende verschlechtert.

Die ersten Probleme waren schon kurz nach der Geburt aufgetreten. Ein Zoosprecher sagte, das Elefantenbaby sei einfach zu schwach gewesen.

Mutter zeigte kein Interesse

Elefantennachwuchs im Kölner Zoo

Die Mutter hatte sich von Anfang an nicht um ihr Neugeborenen gekümmert. Sie ist zugleich auch die Leitkuh der Herde. Deshalb hätte sie den Nachwuchs eigentlich besonders intensiv betreuen müssen. Stattdessen ließ sie den Jungen nur im Beisein von Pflegern trinken. Der Zoo trennte Mutter und Baby von der Herde, um ihnen möglichst viel Ruhe zu geben. Außerdem durften keine Besucher mehr ins Elefantenhaus. Die Zooleitung überlegte sogar, den Kleinen im Notfall mit der Flasche groß zu ziehen.

Traurige Gewissheit am Sonntag

Trotz aller Bemühungen der Pfleger wurde am Wochenende klar, dass der kleine Bulle es nicht schaffen würde. Am Sonntagnachmittag (18.06.2017) bekam er Durchfall. Eine Untersuchung ergab zudem, dass er eine Nabelentzündung hatte. Der Zoo entschied sich schweren Herzens zur Einschläferung.

Insgesamt viel Erfolg mit der Zucht

Im Kölner Elefantenpark wuchsen bereits zehn Elefantenjungtiere auf. Die Haltung sei sehr erfolgreich, so der Zoo. Sie verlaufe bereits in der zweiten Generation. Todesfälle wie der des jungen Bullen kämen auch im Freiland vor. Warum sich der Zustand des Elefantenbullens plötzlich so stark verschlechterte, soll nun eine Untersuchung in der Tier-Pathologie klären.

Stand: 19.06.2017, 10:20