Tihange: Gegner und Betreiber an einem Tisch

Das Atomkraftwerk Tihange in Belgien

Tihange: Gegner und Betreiber an einem Tisch

Atomkraftgegner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden sind am Sonntag (08.10.2017) zu einem Dialog mit dem Betreiber des Atomkraftwerks Tihange zusammengetroffen. Electrabel will nach eigenen Angaben für Transparenz sorgen.

Der Gesprächstermin fand im Kraftwerk Tihange statt. Die Atomgegner haben beim Betreiber des AKW Unterlagen über die Sicherheit der maroden Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 angefordert. Die hat der Betreiber auch zugestanden, aber nur für Experten, die die Atomkraftgegner nach Tihange schicken müssten - und auch für die gibt es Auflagen, kritisiert Walter Schumacher vom Anti-Atom-Bündnis:

"Da dürfen Eure Experten rein. Die dürfen auch lesen - dann kam aber der Witz: Die dürfen Euch aber nicht erzählen, was sie gelesen haben. So, und damit wird das Ganze natürlich witzlos. Das heißt, wenn ein Experte von uns in so nen Raum rein darf, aber unterschreiben muss, dass er nichts veröffentlichen darf, ja, dann braucht man ihn gar nicht hinschicken. Ich hab das ehrlich gesagt nicht sofort verstanden, weil ich hab mir nicht vorgestellt, dass jemand mir so was Dreistes vorschlägt."

Für das kommende Jahr kündigten die Atomkraftgegner wieder eine aufmerksamkeitsstarke Aktion gegen den Weiterbetrieb der belgischen Reaktoren an.

Stand: 06.10.2017, 15:11