Braunkohle-Protest am Rande der Tour de France

Demonstranten hissen Flaggen und Banner gegen den Abbau von Braunkohle

Braunkohle-Protest am Rande der Tour de France

  • BUND-Protest gegen Braunkohleabbau.
  • Fahrer der Tour de France querten das Abbaugebiet.
  • Am Streckenrand demonstrierten 300 Aktivisten.

Die ersten Demonstranten waren schon am frühen Sonntagmorgen (02.07.2017) am Rande des Tagebaugebiets in Mönchengladbach-Wanlo eingetroffen. Viele von ihnen hatten sich rot gekleidet. Sie wollten damit symbolisch eine rote Linie ziehen.

Die zweite Etappe der Tour de France führte am Sonntag durch das Rheinische Braunkohlerevier. Am südlichen Ortsausgang von Mönchengladbach erreichte der Tour-Tross am frühen Nachmittag das Tagebaugebiet. Das medienwirksame Spektakel hatte auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) für seine Ziele genutzt. Man wolle die Fahrer begrüßen, aber nicht behindern, hieß es dazu im Vorfeld.

Auch Kritik an den Veranstaltern der Tour de France

Der Protest richtete sich gegen den Kohleabbau. Mit der Aktion wolle man auf die verheerenden Folgen der Braunkohlegewinnung für Mensch, Natur und das Klima aufmerksam machen, so der BUND. Über 300 Aktivisten formierten sich an der Strecke und hielten Transparente mit den Aufschriften "Stoppt Garzweiler II" oder "Kohle tötet" hoch.

Mehrere Menschen hissen Banner und Flaggen gegen den Braunkohleabbau

Demonstranten am Rande des Kohleabbaugebietes

Es gab auch Kritik an den Veranstaltern der Tour de France: Viele Slogans, die auf die Straßen geschrieben worden waren, wurden entfernt. Auch ein Transparent auf dem Aachener Marktplatz mit der Aufschrift "Hambacher Forst muss bleiben". Das jahrhundertealte Waldgebiet muss ebenfalls dem Tagebau weichen. Es sei schade, dass bei der Tour de France offenar keine freie Meinungsäußerung erlaubt sei, erklärten die Braunkohlegegner.

Stand: 02.07.2017, 17:12