Bericht: Neue Missbrauchsvorwürfe an Bonner Jesuitenschule

Aloisiuskolleg in Bonn

Bericht: Neue Missbrauchsvorwürfe an Bonner Jesuitenschule

Erneute Vorwürfe am Aloisiuskolleg in Bonn: Ein Ex-Schüler hat von sexuellem Missbrauch zwischen 1980 und 1983 berichtet. Das bestätigte der Schuldirektor am Freitag.

Am Bonner Aloisiuskolleg gibt es offenbar neue Missbrauchsvorwürfe. Der Direktor der Jesuitenschule, Manfred Sieburg, bestätigte am Freitagabend (23.06.2017) laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) einen Bericht, den der Eckige Tisch Bonn am selben Tag auf seiner Homepage veröffentlichte. Demnach meldete sich bei dem Verein der Missbrauchs-Betroffenen ein früherer Schüler, der angab, zwischen 1980 und 1983 mehrfach Opfer schweren sexuellen Missbrauchs geworden zu sein.

Vorwürfe gegen drei Beschuldigte

Als Täter nannte er dem KNA-Bericht zufolge drei Jesuitenpatres. Einer der Beschuldigten lebe noch.

Sollten die nun erhobenen Vorwürfe zutreffen, bedeute das eine neue Dimension des Vergehens, sagte Sieburg der Agentur. Das Aloisiuskolleg sei tief erschüttert und begrüße zugleich ausdrücklich, dass sich Betroffene auch über den Eckigen Tisch meldeten. Das Kolleg ist ein katholisches Gymnasium in Trägerschaft des Jesuitenordens.

Stand: 23.06.2017, 19:46