Beethovens Titelblatt kommt wieder nach Hause

Titelblatt von Beethovens "Diabelli-Variationen

Beethovens Titelblatt kommt wieder nach Hause

Das Bonner Beethoven-Haus hat acht Jahre nach dem Erwerb von 45 originalen Notenblättern von Beethovens "Diabelli-Variationen" die Handschrift vervollständigt. Die Kulturstiftung der Länder hat es angekauft. Der Preis soll geheim bleiben.

Für das bis dahin fehlende Titelblatt zum Opus 120 erhielt das Museum in dem Bonner Geburtshaus des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) neben der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung auch Spenden durch den Pianisten András Schiff, den Dirigenten Daniel Barenboim und die Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Cover ohne Putti mit knappen Auskünften

Das Deckblatt zu insgesamt 33 Klaviervariationen über ein Thema ist im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Titelblättern nicht mit Putti oder Schnörkeln verziert. Vielmehr handele es sich bei dem Cover um ein musikhistorisches wertvolles Objekt, das knapp, aber beredt über die Entstehungs- und Editionsgeschichte des Zyklus Auskunft gebe, erklärte die Kulturstiftung.

Unterschrift auf schlichtem Notenpapier

Auf schlichtem Notenpapier nennt Beethoven den Titel der Variationen "Veränderungen" und vermerkt sich selbst als Urheber der Komposition. In Rot setzte später Aloys Fuchs, ein bedeutender zeitgenössischer Sammler von Autographen, hinzu, dass die "Uiberschrift" von "Beethovens eigener Hand" stamme. Auch fügte Fuchs die Opus-Zahl hinzu.

Stand: 29.03.2017, 15:46