Bombe oder Stahlrohr - Staus drohen auf A1 bei Köln

Sperrung A1 Fahrtrichtung Koblenz

Bombe oder Stahlrohr - Staus drohen auf A1 bei Köln

Von Markus Schmitz

  • Freitag A1-Sperrung zwischen Leverkusen und Köln.
  • Verdacht auf Weltkriegsbombe unter der Fahrbahn.
  • Autobahn bleibt für mehrere Tage dicht.

Die Autobahn 1 zwischen dem Kreuz Leverkusen West und Köln Niehl ist ab Freitag Nacht (06.10.2017) nicht mehr befahrbar. Experten vermuten in Höhe von Köln-Merkenich einen großen Gegenstand aus Metall im Boden. Es könnte sich dabei um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Oder auch nur ein Stahlrohr. Unter der Fahrbahn soll ein Entwässerungskanal durchgepresst werden. Diese Arbeiten gehören bereits zur Vorbereitung des Baus der neuen Leverkusener Rheinbrücke. Dabei ist aufgefallen, dass in etwa acht Metern unter der Fahrbahn der Gegenstand liegt.

Experten klären, ob es sich um eine Bombe handelt

Daraufhin hat eine Spezialfirma tiefe Löcher in die Fahrbahn und das darunter liegende Erdreich gebohrt. Ein Messgerät hat dann an einem Punkt bestätigt, dass sich ein großer Metallgegenstand im Boden befindet. Für Straßen NRW gibt es nun keine Alternative als die Fahrbahn zu öffnen. Es entsteht ab Samstag Morgen eine Baugrube von 4,50 m im Quadrat und eine Tiefe von sieben bis acht Meter. Spätestens am Montag, so sagt es Straßen NRW, soll dann klar sein, ob der Gegenstand im Boden tatsächlich eine Bombe ist. 

 Evakuierung bei Entschärfungsaktion

Sperrung A1 Fahrtrichtung Koblenz

Unter der Fahrbahn der A1 liegt der Metallgegenstand

Sollte es sich tatsächlich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, müssten Bereiche in der Umgebung evakuiert werden. Das sei aber abhängig von Bauart und Zünder der Bombe, sagte ein Sprecher der Stadt. Im Umfeld des Ortes, an dem ab Samstag Morgen gegraben wird, befinden sich unter anderem viele Wohnhäuser, eine Grundschule, eine Straßenbahnlinie und einige Gewerbehallen. 

 Staus sind unvermeidlich 

Straßen NRW fordert die Autofahrer auf, Leverkusen weiträumig zu umfahren. Schon auf der A3 in Richtung Süden ist die Abfahrt auf die A1 in Richtung  Köln gesperrt. Die Ausweichstrecken aus Richtung Norden verlaufen über die A46, A57, A1 und A4. Die Nebenstrecken, so zeigt es die Erfahrung von Straßen NRW, sind in solchen Fällen auch sehr beansprucht. Deshalb sollten Autofahrer auf Fahrten, die nicht unbedingt sein müssten, verzichten. 

Sperrung wohl mindestens eine Woche 

Sperrung A1 Fahrtrichtung Koblenz

Die Leverkusener Rheinbrücke muss neu gebaut werden

Straßen NRW geht davon aus, dass die Sperrung mindestens bis zum kommenden Donnerstag (12.10.2017) dauert. Das sei abhängig davon, ob tatsächlich eine Bombe gefunden wird. Wenn nicht, könne man die große Baugrube schneller füllen und die Asphaltdecke wieder schließen. Sollte es aber Probleme geben, könnte die A1 auch erst am Montag, 16. Oktober, wieder komplett befahrbar sein.

Stand: 05.10.2017, 08:50