Arag-Chef muss seiner Schwester 3,5 Millionen Euro zahlen

Der Vorstandsvorsitzende des ARAG Konzerns, Paul-Otto Faßbender, sitzt am Mittwoch (13.06.2012) in Düsseldorf während der Bilanz-Pressekonferenz auf dem Podium

Arag-Chef muss seiner Schwester 3,5 Millionen Euro zahlen

  • Arag-Chef muss seiner Schwester 3,5 Millionen Euro zahlen
  • Längster Prozess am Landgericht Düsseldorf geht damit vorerst zu Ende
  • Schwester kündigte Berufung an

Seit 1983 hatten sich zwei Enkel des Arag-Gründers vor Gericht um das Erbe gestritten. Arag-Chef Paul-Otto Faßbender wurde von seiner Schwester verklagt. Ihr Vater hatte im Testament verfügt, dass der Konzern in der Hand des Bruders bleiben sollte. Der Schwester stand ein finanzieller Ausgleich zu. Über dessen Höhe wurde 34 Jahre vor Gericht gestritten.

Berufung ist wahrscheinlich

Am Mittwoch (05.04.2017) hat das Landgericht entschieden: Paul-Otto Faßbender muss seiner Schwester 3,5 Millionen Euro zahlen. Damit kommt er recht günstig weg, denn er hatte seiner Schwester bereits zehn Millionen Euro als Vergleich angeboten. Deshalb ist eine Fortsetzung des Streits wahrscheinlich. Die Seite der Schwester soll bereits vor der Entscheidung eine Berufung angekündigt haben.

In diesem Fall müsste sich das Oberlandesgericht mit dem Erbstreit befassen. Fest steht: Die Schwester des Arag-Chefs muss nun 70 Prozent der Prozesskosten tragen, die auf mehrere 100.000 Euro geschätzt werden.

Stand: 05.04.2017, 09:19