Anklage nach Vergewaltigung in der Siegaue

Das Landgericht in Bonn aus frontaler Ansicht.

Anklage nach Vergewaltigung in der Siegaue

Rund zwei Monate nach der Vergewaltigung einer 23-jährigen Camperin in den Siegaue hat die Staatsanwaltschaft am Freitag (19.05.2017) einen 31-jährigen Flüchtling aus Ghana angeklagt.

Dem mutmaßlichen Täter werden Vergewaltigung im besonders schweren Fall sowie schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Anfang April soll er gegen Mitternacht das Zelt, in dem die Studentin und ihr 26-jähriger Freund schliefen, mit einer Astsäge aufgeschlitzt und sie bedroht haben. Anschließend erst soll er die junge Frau wenige Meter weiter vergewaltigt haben. Dabei soll der Angeklagte sie mit der Astsäge so bedroht haben, dass der Freund sich nicht traute, ihr zu helfen. Der Angeklagte konnte fünf Tage später mit Hilfe eines Phantombildes festgenommen werden.

Mutmaßlicher Täter sollte abgeschoben werden

Der Angeklagte, der im Februar illegal aus Italien eingereist war, sollte abgeschoben werden und war in der Zentralen Flüchtlingsunterkunft Sankt Augustin untergebracht gewesen. Der 31-jährige bestreitet, in der Nacht am Tatort gewesen zu sein. Die DNA-Spuren jedoch belasten ihn eindeutig.

Stand: 19.05.2017, 16:39