Ermittlungen nach Angriffen auf Haus von Martin Schulz

Martin Schulz in Straßburg

Ermittlungen nach Angriffen auf Haus von Martin Schulz

  • Wurfattacken auf das Haus von Martin Schulz
  • Tatverdächtiger soll Schulz als Nazi verunglimpft haben
  • Ermittlung wegen Sachbeschädigung und Beleidigung

Nach Wurfattacken auf das Haus von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) ermittelt die Staatsanwaltschaft Aachen gegen einen 26-jährigen Mann. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Wilhelm Muckel am Mittwoch (23.11.2016) dem WDR. Der Tatverdächtige stammt ebenfalls aus Schulz' Heimatstadt Würselen und soll auf eine Garage und einen Gartenzaun des SPD-Politikers Parolen geschmiert haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, das Wohnhaus selbst mit Gegenständen beworfen und Schulz als Nazi verunglimpft zu haben. Bei den Parolen soll es sich etwa um "Schulz = Nazi" handeln, so Oberstaatsanwalt Muckel.

Motive im persönlichen Bereich?

Der Mann hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft zugegeben, dreimal Gläser mit "irgendeiner" Flüssigkeit gegen dessen Haus geworfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen Sachbeschädigung und Beleidigung. Die Motive seien sehr diffus und lägen eher im persönlichen Bereich, hieß es. Medienberichte, wonach der Mann der linksradikalen Szene zugeordnet werden kann, konnte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen. "Die Motivlage bleibt unklar", so Staatsanwalt Muckel.

Stand: 23.11.2016, 17:59