Ein Toter und ein Vermisster bei Badeunfällen im Rheinland

Rettungskräfte suchen am 19.06.2017 nach einem im Eyller See ertrunkenen jungen Mann

Ein Toter und ein Vermisster bei Badeunfällen im Rheinland

  • 24-Jähriger in Badesee in Kerken ertrunken
  • Minderjähriger Flüchtling nach Badeunfall im Rhein vermisst
  • DLRG warnt vor Gefahren

Am Montag (19.06.2017) war ein 24-Jähriger mit einem Freund zum Schwimmen in das Waldfreibad Eyller See in Kerken gegangen. Nach Angaben seines Freundes sprang er sofort ins Wasser und ging schon nach wenigen Schwimmzügen unter. Und das obwohl er ein guter Schwimmer gewesen sei. Die alarmierten Rettungskräfte suchten unter anderem mit einem Hubschrauber die Wasseroberfläche ab. Am frühen Abend fanden Taucher den 24-Jährigen tot in der Nähe einer Schwimminsel.

Suche aus der Luft, vom Wasser und vom Ufer aus

Nach einem weiteren Badeunfall in Köln-Rodenkirchen wird ein 16-jähriger Junge vermisst. Der junge Mann ist nach Angaben der Polizei ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, der nicht schwimmen kann. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchten mit knapp 70 Einsatzkäften aus der Luft, vom Wasser und vom Ufer aus nach dem vermissten Jungen. Nach Angaben der Feuerwehr kamen auch Taucher und ein Echolot als spezielles Suchgerät zum Einsatz.

Trotz der intensiven Bemühungen musste die Suche nach dem Jugendlichen aus dem westafrikanischen Guinea am Abend erfolglos abgebrochen werden. Der junge Flüchtling ist vermutlich ertrunken.

DLRG warnt vor Gefahren in unbekannten Gewässern

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt immer wieder vor den Gefahren beim Baden. In den Gewässern und Bädern Nordrhein-Westfalens sind im vergangenen Jahr laut DLRG insgesamt 76 Menschen ertrunken. Das sind sechs Badetote mehr als im Vorjahr. Zudem macht die DLRG auf die generell geringeren Schwimmfähigkeiten von Zuwanderern aufmerksam.

Stand: 19.06.2017, 21:00