Wie sich die Giftwolke in Oberhausen ausbreitete

Wie sich die Giftwolke in Oberhausen ausbreitete

Der Bruch eines Schwefelsäure-Behälters setzte eine Giftwolke über einem Chemiewerk in Oberhausen frei. Die Wolke dehnte sich über hunderte Meter aus, wie die Bilder zeigen.

Aus einem Tank trittin Oberhausen Schwefelsäure aus

Die Giftwolke wurde am Donnerstagmorgen (16.02.2017) im Chemiewerk "Hamm Chemie" in Oberhausen freigesetzt.

Die Giftwolke wurde am Donnerstagmorgen (16.02.2017) im Chemiewerk "Hamm Chemie" in Oberhausen freigesetzt.

Von dort aus zog die Schadstoffwolke weiter über den Nordosten der Stadt. Anwohner wurden gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. In Kindergärten und Schulen durften Kinder bis zum frühen Nachmittag nicht ins Freie.

Ein Mitarbeiter hatte versehentlich Salzsäure in den Schwefelsäure-Tank geleitet. Durch eine chemische Reaktion platzte dann die Hülle. Am Nachmittag wurde der geborstene Tank geleert.

Die Oberhausener Feuerwehr bekämpfte die Säurewolke mit Wasserwerfern. Rund 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz, darunter auch Spezialisten für chemische Industrie aus Chemiestandorten in Marl und Leverkusen.

40 Beschäftigte des Chemiehändlers und 110 Mitarbeiter eines benachbarten Betriebes wurden vorsorglich untersucht. Acht von ihnen mussten ärztlich behandelt werden.

Die Autobahn 42 war von der Giftwolke ebenfalls betroffen. Sie war zwischen Oberhausen-West und der A516 in beiden Richtungen vollgesperrt. Auch auf dem Rhein-Herne-Kanal wurde der Verkehr zwischenzeitlich gestoppt.

Stand: 16.02.2017, 15:33 Uhr