Ministerium: Keine Umweltprüfung beim Radschnellweg Ruhr nötig

Ein Radfahrer befährt das erste Teilstück der sogenannten Fahrradautobahn in Mülheim an der Ruhr

Ministerium: Keine Umweltprüfung beim Radschnellweg Ruhr nötig

  • Keine Umweltverträglichkeitsprüfung beim Radschnellweg notwendig
  • Radautobahn soll 2020 knapp 101 Kilometer lang sein
  • Zehn Kilometer schon in Betrieb

Der Radschnellweg RS1 kann im Ruhrgebiet ohne Umweltverträglichkeitsprüfung weitergebaut werden. Das teilte das NRW-Umweltministerium am Mittwoch (01.02.2017) mit. Vergangene Woche hatte es geheißen, für einen rund einen Kilometer langen Abschnitt in Essen, der an einem Chemiewerk vorbeiführt, sei eine entsprechende Prüfung nötig.

Nach EU-Kriterien kein wichtiger Verkehrsweg

"Nach eingehender Prüfung kommen die zuständigen Umweltbehörden zu dem Schluss, dass für den geplanten Radweg RS1 auf der gesamten Strecke keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist", heißt es jetzt. Der Fahrradweg liege unter den von der EU-Kommission für die Feststellung eines wichtigen Verkehrsweges angegebenen Kriterien.

RS1 verläuft 2020 von Duisburg bis Hamm

Im Endausbau bis 2020 soll die Radautobahn 101 Kilometer lang sein und zwischen den Städten Duisburg und Hamm quer durch das Ruhrgebiet verlaufen. Ein erstes zehn Kilometer langes Teilstück im Kerngebiet zwischen Essen und Mülheim ist schon in Betrieb.

Stand: 01.02.2017, 16:58