Neuer Supercomputer im Forschungszentrum Jülich

Supercomputer im jülicher Forschungszentrum

Neuer Supercomputer im Forschungszentrum Jülich

  • Neuer Superrechner löst anspruchsvolle Rechenaufgaben
  • ist schnell und vielfältig einsetzbar
  • verbraucht deutlich weniger Energie

Mit einem Supercomputer neuer Bauart sorgt das Forschungszentrum Jülich für Aufsehen. Der Computer heißt Jureca und ist gleich auf Platz 29 der 500 schnellsten Computer weltweit gesprungen.

Zwei Einheiten mit unterschiedlichen Stärken...

Im Prinzip besteht Jureca aus zwei großen Einheiten. Die eine Einheit, Cluster genannt, kann besonders gut komplizierte Rechenoperationen erledigen, verbraucht aber viel Strom. Das andere Modul mit Namen Booster kann besonders schnell rechnen, bevorzugt aber weniger anspruchsvolle Rechenaufgaben.

... technisch und softwaremäßig vereint

Beide Einheiten bestehen aus jeweils über dreißig mehr als mannshohen Schränken, die mit einer Unzahl von Leitungen verbunden sind. Für den neuen Supercomputer ist es nun erstmals gelungen, die Stärken beider Einheiten technisch und softwaremäßig unter einen Hut zu bringen.

Knapp vier Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde

Mit der neuen Kombination leistet Jureca gut 3,8 Petaflops, das sind knapp vier Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde. Jureca ist damit zwar noch langsamer als der schnellste Jülicher Supercomputer – JuQueen mit knapp 6 Petaflops, der auf Platz 22 der Weltrangliste steht. Aber Jureca verbraucht nun bei gleicher Leistung deutlich weniger Energie.

Wie kommunizieren Gehirnzellen, wie bewegen sich Wolken?

Mithilfe von Supercomputern untersuchen Wissenschaftler, wie Gehirnzellen miteinander kommunizieren, wie Wolken sich bewegen, das Klima entsteht oder Medikamente sich im Körper verteilen.  Auch Materialforschung, Strömungsmodelle oder andere Simulationen gehören zum Arbeitsbereich der Supercomputer.

Bald eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde?

Mit dem Cluster-Booster-Modell bewegt sich Jureca hin zu den geplanten Exaflop-Supercomputern. Sie sollen Anfang der 2020er Jahre in Europa in Betrieb genommen werden und eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde leisten können.

Stand: 14.11.2017, 15:47