Legionellen: Krankenhaus tauscht Wasserleitungen aus

Legionellen

Legionellen: Krankenhaus tauscht Wasserleitungen aus

Von Charlotte Meitler

  • Nach Legionellen-Ausbruch in Mülheim.
  • Krankenhaus tauscht Wasserleitungen aus.
  • Beschluss sei vor Bakterienbefall gefasst worden.

Am 4. September waren im Evangelischen Krankenhaus in Mülheim bereits die Bakterien festgestellt worden. Als Quellen der Infektionen wurden eine Kühlanlage auf dem Dach des Hauses und Trinkwasserleitungen identifiziert.

Am Freitag (06.10.2017) teilte das Krankenhaus mit, dass im kommenden Jahr das gesamte Wasserleitungsnetz ausgetauscht und modernisiert werden soll. Diese Entscheidung sei jedoch schon vor dem Bakterienbefall gefallen. Die Leitungen sind über 40 Jahre alt.

Aktuell besteht für die Bevölkerung laut Gesundheitsamt keine Gefahr. Der Verlauf habe bestätigt, dass die gleich zu Beginn des Ausbruchs getroffenen Maßnahmen zur Beendigung des Ausbruchs korrekt und effektiv waren. Schon am 5. September sei die Gefahr unter Kontrolle gewesen.

Die meisten der 18 Patienten, die an Legionellen erkrankt waren, sind wieder geheilt und wurden aus dem Evangelischen Krankenhaus entlassen. Die betroffenen Personen waren Patienten verschiedener Stationen oder des ambulanten Bereichs. Vier ältere, schwer kranke Patienten verstarben. Ob die Legionelleninfektion die Todesursache war, ist aber unklar.

Schon vor dem Legionellen-Ausbruch im September wurden bereits auffällige Werte im Mülheimer Krankenhaus gemessen. Die seien jedoch Ausnahmen gewesen, so das Gesundheitsamt. Unregelmäßig genutzte Zimmer seien der Grund dafür gewesen. Die betroffenen Leitungen seien thermisch desinfiziert worden und danach wieder unauffällig gewesen.

Stand: 06.10.2017, 13:54