Verkehrsminister Wüst: Kein Stau-Ende in Sicht

Hendrik Wüst Am Rednerpult im NRW-Landtag

Verkehrsminister Wüst: Kein Stau-Ende in Sicht

  • Verkehrsminister Wüst: Es gibt keine Baustelle ohne Staus.
  • CDU-Politiker lehnt Diesel-Fahrverbot als "Steinzeit-Lösung" ab.
  • Forderung nach einheitlicher App für Nahverkehrs-Kunden.

Der neue Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) legt sich nicht auf einen Zeitpunkt fest, wann weniger Staus auf den Autobahnen in NRW zu erwarten sind. "Ich kann nicht versprechen, dass es in dieser Wahlperiode besser wird", sagte Wüst am Dienstag (11.07.2017) im Westblick-Interview auf WDR 5. Die Legislaturperiode in NRW endet 2022. Im CDU-Wahlprogramm für 2017 bis 2022 steht: "Wir werden das Stauaufkommen nachhaltig senken."

Baustellen sollen schneller fertig werden

Schild für Tempolimit 80 in einer Autobahnbaustelle

Baustelle auf der Autobahn

Wüst versprach, "kräftig und schneller zu bauen" und ein "besseres Baustellen-Management" umzusetzen. Auch die Sanierung maroder Brücken wolle die Koalition angehen. "Dann wird es irgendwann auch besser", sagte Wüst - fügte aber hinzu: "Es gibt keine Baustelle ohne Stau." Eine Sechs-Tage-Arbeitswoche sei nötig, um Baustellen schneller abzuwickeln. Im Unterschied zur alten rot-grünen Landesregierung sei sich Schwarz-Gelb bei dem Thema einig.

Verkehrsminister Wüst: Kein Stau-Ende in

WDR 5 Westblick - Interview | 11.07.2017 | 09:38 Min.

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Gegen Diesel-Fahrverbote

Der Verkehrsminister kritisierte die "abstrakte Debatte über Diesel-Fahrverbote". Ein Verbot wäre eine "Steinzeit-Lösung". Man müsse clevere Lösungen anstreben. Wüst regte zum Beispiel an, Busse auf besonders umweltbelasteten Straßen ganz ohne Verbrennungsmotor fahren zu lassen, um die Gesundheit der Anwohner zu schonen.

Wüst bekannte sich dazu, den Rhein-Ruhr-Express (RRX) schnell auf die Schiene zu bringen. Außerdem forderte er eine Verkehrs-App, mit der Nahverkehrskunden in NRW ÖPNV-Tickets kaufen können.

Stand: 11.07.2017, 13:45