Wohlfahrtsverbände fordern Hilfe für Flüchtlinge

Eingang des JobCenters

Wohlfahrtsverbände fordern Hilfe für Flüchtlinge

  • Viele Flüchtlinge ohne Job
  • Freie Wohlfahrtspflege präsentiert Report
  • Jobcenter sollten mehr helfen

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW fordert eine zügigere Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Der Dachverband mehrerer großer Wohlfahrtsorganisationen präsentierte am Donnerstag (10.08.2017) in Köln den "Arbeitslosenreport NRW".

Danach wurde bei den Arbeitslosen aus Ländern wie Afghanistan, Irak, Iran und Syrien im vergangenen Jahr bis Juni 2017 ein Zuwachs um 38 Prozent auf rund 58.000 Personen verzeichnet. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger kletterte bis Februar 2017 um 104 Prozent auf 142.000 Menschen in NRW.

Mehr sozialversicherungspflichtige beschäftigte Migranten

Den zeitverzögerten Anstieg nach dem großen Zuzug von Flüchtlingen im Jahr 2015 erklärt der Report damit, dass Migranten erst nach dem Erhalt der Aufenthaltserlaubnis einen Anspruch auf Leistungen hätten. Gleichzeitig sei jedoch auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Migranten deutlich gestiegen.

Bis September 2016 wurde in NRW ein Anstieg um 44 Prozent auf rund 23.000 Personen verzeichnet, wie es in dem Bericht weiter heißt. Damit der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelinge, seien Flüchtlinge auf schnellere und nachhaltige Unterstützung durch Jobcenter angewiesen. Doch dafür seien zusätzliche Gelder für mehrjährige Fort- und Weiterbildungen nötig, stellten die Wohlfahrtsverbände fest.

Der Arbeitslosenreport NRW der Freien Wohlfahrtspflege wird einmal im Quartal herausgegeben.

Stand: 10.08.2017, 18:07