Groschek verzichtet auf wichtiges SPD-Amt

Michael Groschek, SPD

Groschek verzichtet auf wichtiges SPD-Amt

Von Wolfgang Otto

  • NRW-SPD stellt künftig keinen Stellvertreter von Parteichef Martin Schulz
  • Landesvorsitzender Michael Groschek verzichtet auf Kandidatur
  • Vorrang sollen Parteikolleginnen bekommen

Auf dem SPD-Bundesparteitag im Dezember wird Michael Groschek nicht für einen der sechs Stellvertreter-Posten in der SPD kandidieren. In der Parteispitze sei der nordrhein-westfälische Landesverband mit Martin Schulz als Bundesvorsitzendem und Dietmar Nietan als Schatzmeister hervorragend vertreten, sagte NRW-Chef Groschek am Dienstag (14.11.2017) dem WDR. Im September hatte der Landesvorstand Groschek schon für den Posten nominiert.

Frauen sollen Vortritt bekommen

Archivbild vom 10.06.2017, SPD-NRW-Chef Michael Groschek (re) und der SPD-Bundesvorsitzende Martin Schulz

Martin Schulz soll die NRW-SPD in Berlin vertreten

Die Entscheidung jetzt sei in enger Abstimmung mit Schulz gefallen. Damit mache er Platz für eine Neuaufstellung vor allem der weiblichen Stellvertreter-Riege in der Bundespartei, so Groschek. Die NRW-SPD unterstütze dabei die beiden Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig und Malu Dreyer sowie Natascha Kohnen, SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Bayern.

Vize-Posten nach Landtagswahl weg

Bis zur Niederlage bei der Landtagswahl im Mai hatte Hannelore Kraft als Vorsitzende der NRW-SPD einen der Stellvertreterposten in Berlin inne. Nach ihrem Rücktritt war Groschek zum Nachfolger gewählt worden. Er will sich nach eigenen Angaben auf dem Bundesparteitag aber um einen Sitz im erweiterten Parteivorstand bewerben. Das gleiche gelte für Generalsekretärin Svenja Schulze.

Stand: 14.11.2017, 13:52