Kutschaty begrüßt Verurteilung von Rasern

Ku'Damm Raser Urteil

Kutschaty begrüßt Verurteilung von Rasern

  • Zwei Raser zu lebenslanger Haft verurteilt
  • Kutschaty begrüßt Beschluss des Landgerichts Berlin
  • Urteil noch nicht rechtskräftig

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) befürwortet die Verurteilung von zwei Rasern wegen Mordes. Gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstag/28.02.2017) bekräftigte er zugleich seine Forderung nach härteren Strafen schon für die Teilnahme an illegalen Autorennen.

Kutschaty reagierte damit auf ein Urteil des Berliner Landgerichts, das zwei Männer im Alter von 25 und 28 Jahren am Montag lebenslang hinter Gitter schickte. Sie waren mit bis zu 170 Stundenkilometern über den Berliner Ku'damm gerast und hatten dabei einen tödlichen Unfall verursacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein fertiger Gesetzentwurf aus NRW liegt vor

"Junge Männer, die als Trendsport in unseren Innenstädten um die Wette rasen, müssen wir mit einer spürbaren Haftstrafe und Führerscheinentzug abschrecken, bevor etwas Schlimmes passiert ist", forderte Kutschaty. Die Raser neigten zu völliger Selbstüberschätzung. "Wir müssen daher frühzeitig in ihren Köpfen das Bewusstsein verankern, dass sie mit dem Leben anderer russisches Roulette spielen", sagte Kutschaty. Ein fertiger Gesetzentwurf aus NRW liege vor, "jetzt muss ihn die Politik in Berlin endlich umsetzen".

Stand: 27.02.2017, 19:13