Das Vermögen in NRW

Montage: Screenshot Balkendiagramm, Geldscheine

Das Vermögen in NRW

Von Peter Schneider

67 Prozent der Menschen in NRW sind entsprechend einer Umfrage des WDR der Meinung, dass das Vermögen im Land ungerecht verteilt ist. Dies mit Daten zu belegen, ist nicht leicht.

Das Problem bei der Betrachtung der Vermögensverteilung im Land ist die Datenlage. Denn vor allem die großen Vermögen werden von den Statistikern bei der so genannten Einkommens- und Vermögensstichprobe nicht erfasst. "Die Datenlage erlaubt es somit nicht, ein vollständiges Bild der Vermögensverteilung in Nordrhein-Westfalen zu zeichnen", heißt es daher im NRW-Sozialbericht für das Jahr 2016.

Was die Statistik zeigt, ist dass das durchschnittliche Nettovermögen in NRW im Jahr 2013 bei 115.800 Euro pro Haushalt lag. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen beziffern die Statistiker auf 57.500 Euro. Das Nettogesamtvermögen setzt sich aus der Summe von Geldvermögen und Immobilienvermögen abzüglich der Gesamtschulden zusammen.

Auch wenn man die reichsten Menschen des Landes aus der Berechnung herauslässt, ergibt sich, dass ein Zehntel der Nordrhein-Westfalen über die Hälfte des Gesamtvermögens verfügt. Demgegenüber waren 18,9 Prozent der Haushalte vermögenslos, etwa jeder Zehnte in NRW war 2013 verschuldet.

Ein Teil der Vermögen stammt aus Erbschaften. 4,4 Milliarden Euro wurden 2013 vererbt. Die durchschnittlich vererbte Summe lag bei 251.891 Euro.

Aber: knapp die Hälfte der Erbschaften lag unter 50.000 Euro. Demgegenüber stehen 7,9 Prozent der Erben, die mehr als 500.000 Euro erhielten. Auf sie entfällt mehr als zwei Drittel des Werts aller Erbschaften.

Stand: 26.04.2017, 05:00