Tatsächliche Sicherheit auf der Straße

Polizeistatistik in NRW

Tatsächliche Sicherheit auf der Straße

Die Mehrheit der Nordrhein-Westfalen fühlt sich auf Straßen, Wegen und öffentlichen Plätzen sicher, wie unsere WDR-Umfrage ergab. Die aktuelle Polizeistatistik zeigt die tatsächlichen Zahlen.

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in NRW im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. 1,47 Millionen waren es insgesamt, auf 100.000 Bürger kamen so 8.097 Straftaten - und damit 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Blick auf ausgewählte Delikte zeigt aber, dass es nicht nur nach unten ging.

Wenn man sich vor allem Delikte anschaut, die das persönliche Sicherheitsempfinden beeinflussen können, zeigt sich, dass die Zahl der Körperverletzungen in 2016 gegenüber den letzten Jahren wieder angestiegen ist, die Zahl der Raubüberfälle indes sank. Auch die Zahl der Taschendiebstähle ist nach zwei Rekordjahren wieder gesunken - allerdings ist hier die Aufklärungsquote mit nur 5,9 Prozent sehr niedrig.

Positive Nachrichten hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger bei den Einbruchzahlen zu vermelden. Hier lag die Zahl auf dem niedrigsten Wert seit 2012.

Aber alle Statistiken sind mit der nötigen Vorsicht zu genießen. Denn zum einen geht die Kriminalitätsstatistik immer von den Taten aus, die überhaupt bekannt werden. Kriminologen gehen davon aus, das bei Alltagsdelikten auf jede bekannte Tat zwei bis drei unentdeckte Taten kommen.

Stand: 04.05.2017, 06:00