AfD-Chef Pretzell räumt Fehler ein

Marcus Pretzell

AfD-Chef Pretzell räumt Fehler ein

  • AfD verliert in Umfragen an Zustimmung.
  • Landeschef Marcus Pretzell räumt Fehler ein.
  • "Inklusion erst in zehn Jahren".

Anfang des Jahres war die AfD noch zweistellig, jetzt steht die Partei in Wahl-Umfragen zwischen sechs und acht Prozent. AfD-Landeschef Marcus Pretzell geht dennoch davon aus, bei der Landtagswahl in NRW ein besseres Ergebnis erzielen zu können, als seine Parteifreunde in Schleswig-Holstein. Dort war die Partei bei der Landtagswahl am Sonntag (07.05.2017) mit 5,9 Prozent nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen.

NRW-Wahl: Die AfD im Sinkflug

WDR 5 Morgenecho - Interview | 11.05.2017 | 07:05 Min.

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"Wir haben sicherlich in den vergangenen Wochen als Partei insgesamt den einen oder anderen Fehler gemacht", räumte Pretzell im WDR ein. So hätte die Partei Anfang des Jahres kein gutes Bild abgegeben und Streitigkeiten ausgetragen, die unnötig gewesen wären. Aber: "Die NRW-AfD steht geschlossen da", betonte der Parteivorsitzende.

Dem WDR warf Pretzell vor, Dinge "skandalisiert" zu haben. So soll der WDR etwa bei den Turbulenzen um die Aufstellung der Landesliste nur über den Streit darüber berichtet haben, ohne später das Ergebnis der Prüfung durch den Landeswahlleiter erwähnt zu haben. Dabei hatte der WDR ausführlich darüber berichtet.

Bei der Inklusion sprach sich Pretzell dafür aus, vor der Umsetzung erst die notwendige Infrastruktur an den Schulen zu schaffen, also auch die Lehrerausbildung zu ändern. "Und dann reden wir über Inklusion in zehn Jahren", so Pretzell.

Stand: 11.05.2017, 13:51