Schulz rechnet mit Wahlsieg von Kraft

Schulz rechnet mit Wahlsieg von Kraft

  • Martin Schulz im Interview mit der Aktuellen Stunde.
  • SPD-Chef rechnet fest mit Wahlsieg von Hannelore Kraft.
  • Keine sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen.

Der SPD-Kanzlerkandidat und Pateivorsitzende Martin Schulz rechnet fest mit einem SPD-Wahlsieg bei der kommenden Landtagswahl. "Ich bin ganz sicher, dass Hannelore Kraft das Rennen machen wird", erklärte Schulz in einem Facebook-Live-Interview mit der Aktuellen Stunde am Donnerstag (11.05.2017). Zugleich warf er der schwarz-gelben Vorgänger-Regierung Versäumnisse bei der Inneren Sicherheit vor. "Keine Landesregierung von NRW hat mehr Polizisten abgebaut als die von Jürgen Rüttgers, in der Herr Laschet Minister war", so Schulz.

Ob etwa Innenminister Ralf Jäger (SPD) Fehler im Fall Amri gemacht hätte, könne er nicht beurteilen, so Schulz. Schließlich gebe es in Deutschland das Problem der gespaltenen Zuständigkeiten. "Ich fand' es immer etwas unfair, dass nur einer in den Fokus genommen wird", verteidigte Schulz seinen Parteifreund.

Wettbewerbsfähigkeit als Chefsache

Ein Tablet liegt auf einem Schulbuch, daneben ein Federmäppchen und ein Schulblock

Schulz: "Kein Klassenzimmer ohne digitale Ausstattung."

Im Interview mit Susanne Wieseler und Michael Dietz, bei dem auch Fragen der Facebook-Nutzer beantwortet wurden, sprach Schulz sich zudem für einen Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum aus. So dürfe es etwa "kein Klassenzimmer ohne digitale Ausstattung" mehr geben. Denn die Zukunft liege in einer digitalisierten Welt - und die Kinder müssten lernen, damit umzugehen. Das Thema der Wettbewerbsfähigkeit sieht Schulz denn auch auf Ebene der Staats- und Regierungschefs in Europa.

Befristung von Arbeitsverhältnissen

Als Regierungschef würde Schulz zudem das Thema der sozialen Gerechtigkeit anpacken, etwa der gerechteren Verteilung des Reichtums. In dem Zusammenhang bekräftigte er, Gewerkschaften so unterstützen zu wollen, dass sie in Tarifverhandlungen gerechte Löhne aushandeln könnten. Der Arbeitsmarkt müsse sozialer werden, so Schulz. "Neben Fördern und Fordern müssen wir auch Perspektivmöglichkeiten schaffen." Dabei versprach er erneut, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen abschaffen zu wollen.

Stand: 12.05.2017, 08:48