Das sind Ihre Top-Themen zur NRW-Wahl

Im Plenum und Workshops werden die Fragen des Publikums für die Spitzenkandidaten der Parteien erörtert und festgehalten.

Das sind Ihre Top-Themen zur NRW-Wahl

Vor der Landtagswahl hat der WDR sein Publikum befragt: Welche Themen sind den Menschen in NRW wichtig? Welche Informationen wünschen sie in der Berichterstattung? Die Ergebnisse fließen in drei Thementage ein.

Erstmals hat der WDR vor einer Wahl seine Zuschauer, Hörer und Nutzer systematisch "ausgehorcht": Wir wollten genau wissen, welche Themen den Menschen im Land auf der Seele liegen. Neben einer Online-Befragung (die noch weiter läuft), gab es vier so genannte "Hearings" - Diskussionsrunden von jeweils 50 Wahlberechtigten mit Journalisten des WDR. In Bielefeld, Düsseldorf, Schwerte und Münster tauschten sich die Medienmacher mit ihrem Publikum aus.

Im Plenum und Workshops werden die Fragen des Publikums für die Spitzenkandidaten der Parteien erörtert und festgehalten.

Einige Punkte wurden von vielen Teilnehmern angesprochen

So unterschiedlich die Regionen und Teilnehmer der "Hearings" waren, einige Punkte wurden immer wieder angesprochen. Härteres Nachfragen bei Politiker-Interviews wird von den WDR-Journalisten generell erwartet. "Floskeln und Plattitüden" will niemand mehr hören, "aalglatte Politiker" sollten von den Journalisten entlarvt werden. Großen Wert legten die Wählerinnen und Wähler auf Faktenchecks, damit zum Beispiel die Einhaltung von Wahlversprechen besser beurteilt werden kann.

Wie können Wohnungseinbrüche verhindert werden?

Inhaltlich interessierten sich die Nutzer besonders für Themen aus ihrem persönlichem Umfeld - etwa für die eigene Sicherheit: Wie können Wohnungseinbrüche verhindert werden? Was können Polizei und Politik gegen Bandenkriminalität unternehmen? Die Politik muss für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen, indem die Polizeipräsenz deutlich ausgebaut wird.

Der WDR recherchiert deshalb im ganzen Land: Wie sicher ist NRW wirklich? Wie gut sind Streifenpolizisten in NRW ausgerüstet? Wie gefährlich sind die Islamisten in NRW? Eine repräsentative Umfrage soll ein Stimmungsbild zur Sicherheitslage in NRW ermitteln. Die Ergebnisse gibt es am 04.05.2017. Viele WDR-Programme beschäftigen sich mit dem Themenfeld "innere Sicherheit" den ganzen Tag über.

Was tun gegen Altersarmut?

Der Auftakt zu den WDR-Schwerpunkten zur Landtagswahl hat bereits das Thema "soziale Gerechtigkeit" gemacht, das sich bei den Hearings und in der Online-Befragung als eines der Top-Themen heraus kristallisiert hatte. Wie kann die Ausbildungssituation in NRW verbessert werden? Wie kann Altersarmut verhindert werden? Und wer setzt sich eigentlich für den Mindestlohn ein? Der WDR hat in Radio, Fernsehen und Online auf soziale Brennpunkte geschaut, mit Armutsforschern gesprochen und Daten zur ungleichen Verteilung von Vermögen, Bildungschancen und Wohnkosten analysiert.

Abi mit oder ohne Turbo?

Im Plenum und Workshops werden die Fragen des Publikums für die Spitzenkandidaten der Parteien erörtert und festgehalten.

Großer Handlungsbedarf wird bei der Schulpolitik gesehen

Das Thema, das in den Diskussionsrunden und in der Online-Befragung, quer durch alle Altersgruppen, am meisten beschäftigt, ist die Schulpolitik. 52 Prozent der Online-Nutzer sehen hier den größten Handlungsbedarf. Und auch in den Diskussionsrunden in Bielefeld, Düsseldorf, Schwerte und Münster wurde das Thema immer wieder angesprochen. Mal ging es um Inklusion, mal um die Integration von Flüchtlingen in die Klassen - und ganz häufig um das Turbo-Abi G8.

Am 11.05.2017, vier Tage vor der Wahl, beleuchten wir mit dem Schwerpunkt "Bildungspolitik in NRW" die Pläne der einzelnen Parteien zur Reform des Turbo-Abis. 1LIVE diskutiert mit Schülern über das Thema und die "Aktuelle Stunde" präsentiert eine weitere repräsentative Umfrage zum Thema.

"Bei der Befragung ist auch deutlich geworden, dass die Nutzer unser Angebot wichtig und glaubwürdig finden. Das freut mich natürlich", erklärt Jona Teichmann, Chefredakteurin der Hörfunk-Landesprogramme. Viele junge Nutzer hatten bei den Diskussionsrunden und der User-Befragung zudem angemerkt, dass sie sich über mehr Quellenangaben freuen würden, um Fakten selber überprüfen zu können. "Das sind gute Hinweise, die wir gern aufnehmen", so Teichmann weiter.

"Als WDR sind wir mit dem Verlauf der vier Hearings sehr zufrieden", so Gabi Ludwig, Chefredakteurin der NRW-Landesprogramme im WDR Fernsehen. Alle Gesprächsrunden wurden für TV, Hörfunk und Online dokumentiert. "Auf dieses Material werden für unsere Sendungen zurückgreifen."

An der Online-Befragung können Sie noch weiter teilnehmen.

Stand: 04.05.2017, 14:57