Diskutieren Sie mit: Wählen - nein danke?

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Diskutieren Sie mit: Wählen - nein danke?

Bei der Landtagswahl 2012 hatten mehr als 5,3 Millionen Wahlberechtigte nicht gewählt. Ist Nichtwählen eine Alternative? Welche Argumente könnten zum Wahlgang motivieren?

Die Nichtwähler stellen in NRW eigentlich die stärkste Kraft. Umgerechnet sind es mehr als 40 Prozent. Was ist Ihre Meinung: Sollte der Landtag dann auch zu 40 Prozent unbesetzt bleiben? Sollte Wählen für jeden Bürger zur Pflicht werden?

Stand: 13.05.2017, 09:00

Kommentare zum Thema

73 Kommentare

Neuester Kommentar von "ll", 15.05.2017, 08:46 Uhr:

Man sollte zudem mehr Kompetenzen von der EU wieder an die Nationalstaaten zurückverlagern. Am besten die EU in der jetzigen Form auflösen und durch eine Föderation nationaler Staaten ersetzen. Dann gäbe es vielleicht auch mehr Wähler. Zudem bin ich ebenfalls kein Freund von festen Koalitionen. Ich bin für eine themenbezogene Zusammenarbeit. @Notting Der NC in den skand.Ländern ist aber bedingt durch die hohe zahl an Bewerbern. Ein gutes Abitur bedutet nicht das jemand als Lehrer später gut ist. Entscheidend ist das die sozialen Fähigkeiten stimmen müssen.

Kommentar von "Marco Neufeldt", 14.05.2017, 21:35 Uhr:

Die Idee, das Parlament nur insoweit aufzufüllen, als Wähler ihre Stimme abgegeben haben, halte ich für gut. Letztlich sind Landtage in Deutschland, genauso wie der Bundestag, sowieso personell überdimensioniert. Die meisten legislativen Vorgaben kommen heute aus Brüssel. Letztlich würde also ein Übersetzungsbüro reichen. Das, was deutsche Parlamente noch selbst entscheiden dürfen, wird von den jeweiligen Regierungen eingebracht. Eigeninitiativ werden Landtage und Bundestag kaum. Sie beschränken sich auf Symbolpolitik und die Wahl der Regierung. Um Politik neues Leben einzuhauchen, bräuchten wir mehr Gewaltenteilung. D.h. die Regierung sollte direkt vom Volk und nicht von den Parlamenten gewählt werden. Dann könnte man auch endlich die undemokratische 5%-Hürde aufheben. Auch dies würde die Wahlbeteiligung steigern. Derzeit gehen viele Bürger nicht zur Wahl, weil die von ihnen favorisierte Partei ohnehin keine Chance hat. Letztlich bräuchten wir auch mehr demokratische Partizi ...

Kommentar von "Maiwald", 14.05.2017, 21:07 Uhr:

@notting: Hauptschüler hat Recht. Besser erst mal informieren, wo die Unterschiede sind. Das hiesige Schulsystem gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Hier kann doch jeder Lehrer werden, in den skandinavischen Ländern gilt dagegen der Nummerus-Clausus beim Studium auf Lehramt. Nur die Besten können dort Lehrer werden und zudem erhalten sie auch noch eine vollständige pädagogische Ausbildung. Die wissen wie man Unterrichtsstoff vermittelt. Zudem werden die Kinder dort optimal gefördert. Kein Kind zurück lassen - wird dort praktiziert. Bei uns ist Bildung Länderhoheit, also jedes Bundesland macht was es will. Nicht einmal ein einheitliches Bildungssystem gibt es in Deutschland. Seit 1945 hat sich also nicht all zu viel geändert.

Kommentar von "ll", 14.05.2017, 20:50 Uhr:

man sollte entsprechend viel Sitze auch unbesetzt lassen. Diese spart Kosten. Zu mehr Demokratie gehört Abschaffung der 5% Hürde. Dafür bin ich. Zudem Einführung von Volksentscheiden.

Kommentar von "notting", 14.05.2017, 20:07 Uhr:

@Hauptschüler: Ja, am dt. Bildungssystem gibt's enormes Verbesserungspotenzial. Aber was bringt es die duale Ausbildung mit Techniker/Meister hintendran mehr oder weniger abzuschaffen und daraus ein Studium zu machen? Außerdem ist deine Aussage bzgl. der Abiturienten zieml. Quatsch: 1. Da sind anderweitig erworbene Studienberechtigungen nicht drin (z. B. 1 Jahr Vollzeit nach der Ausbildung oder 3 Jahre parallel zur Ausbildung). Steht doch klar im selben Bildungsbericht, dass >10% diesen Weg nehmen, macht also >50% Leute mit Studienberechtigung. 2. Kenne z. B. mehrere Leute, die den Betriebswirt machen, was nahezu ein Studium ist, aber wohl keine Studienberechtigung erfordert. Warum ein Studium draus machen? Ändert in der Praxis praktisch nix außer die (Angeber-)Statistik... 3. Warum Leute bis zum Abitur durchprügeln, die (noch) nicht so einen Abschluss wollen? Kenne einige Gymnasiasten, die bis zum Abi mitgeschleift wurden und auch nicht hinterher wussten, was sie wollten oder ...

Kommentar von "Krankenpfleger", 14.05.2017, 20:02 Uhr:

Wie sagte Prof. Dr. Rainer Mausfeld noch, von den Wählerinnen und Wählerinnen geht keine Gefahr aus, sie wissen nicht einmal, was ihre Interessen eigenen sind und welche Partei diese tatsächlich vertritt. Deshalb ändert sich auch nichts. Oder ist die Zuzahlung im Gesundheitswesen etwa ein Fortschritt für alle?

Kommentar von "Hauptschüler", 14.05.2017, 19:38 Uhr:

So ist das nun mal in einer „Repräsentativen Demokratie“, viele die „repräsentieren“ wollen, aber nur wenige die wirklich etwas ändern wollen. Da macht es denn auch keinen Unterschied ob man CDU, SPD, FDP, Grüne oder AfD wählt. Denn „Volksvertreter“ für eine breite Mehrheit sind sie alle nicht; bestenfalls Interessenvertreter für einige Minderheiten, die sie auch immer wieder selbstzufrieden wählen. Wie wäre es z.B. mit einem Bildungssystem für alle Bundesbürger, so wie in den skandinavischen Ländern, wo 70 von 100 Schülern ein Abitur erreichen? Hier dagegen sind es nur 40 von 100 Schülern.

Kommentar von "Ich", 14.05.2017, 18:48 Uhr:

Puh Leute ganz ehrlich:Aus eigener Erfahrung sind die Nichtwähler, Alkolholiker, Depressive, Kranke, Arbeitsunlustige etc! Menschen die an der Gesellschaft nicht teilnehmen bzw. nicht in der Lage sind zu wählen. Und Leute die es auch nicht interessiert! Davon habe ich jetzt einige der sog. Nichtwähler erlebt!!! Leute denen es egal ist, wer regiert, weil sie eh keine Ahnung haben!!!

Kommentar von "notting", 14.05.2017, 18:19 Uhr:

Alle Stimmen für Parteien die es nicht reingeschafft haben und alle "Keine der Parteien auf dem Wahlzettel"-Stimmen sollten dafür sorgen, dass bei jeder Abstimmung der entspr. Anteil der (dann unbesetzten) Sitze als "Keine Veränderung" gewertet wird. Aktuell kann's den etablierten Parteien ja egal sein, ob 1.000 oder 10.000 Stimmen /vllt. sogar nur von Mitgliedern der eigenen Partei oder gar weniger?) zu einem ausreichenden Prozentsatz geführt haben an den Sitzen zu erhalten, sie müssen sich also keine Gedanken um die Kleinstparteien-Wähler und auch Defakto-Nicht-Wähler machen.

Kommentar von "Jo Beeck", 14.05.2017, 17:53 Uhr:

Gerade sehe ich die Zusammenstellungen des WDR-Teams präsentiert durch Herrn Hübschen und Seine (? Team) - Darstellung zu Amtsbonus von Fr.Kraft 59%, Hinweis auf IM Jäger ..... und alles ist,wie seit 2 Wochen schon abgestimmt auf >>>> negative Wahrnehmung der Fr.Kraft/SPD ......dasss macht Lügenpresse aus ! Die pädagogisch-subtilen Meinungs-Darstellungen ! Nach Jahrzehnten hab ich langsam vom WDR die Nase voll! Neutralität sieht anders aus!

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