NRW will Schulsozialarbeit weiter fördern

Ein Plakat hängt an einem Zaun. Darauf steht: Schulsozialarbeiter für alle Schulen

NRW will Schulsozialarbeit weiter fördern

  • Landesregierung für Fortführung der Schulsozialarbeit.
  • Sozialminister Laumann: "unverzichtbarer Bestandteil".
  • Grüne kritisieren fehlende Finanzierungszusage.

Die Landesregierung hat sich zur Fortführung der Schulsozialarbeit im bisherigen Umfang bekannt. Die 1.800 Schulsozialarbeiter seien ein "unverzichtbarer Bestandteil" in den Schulen in NRW, sagte Landessozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag (12.10.2017) im Düsseldorfer Landtag.

SPD appelliert an Armin Laschet

Der Opposition reicht Laumanns Aussage nicht. Die SPD appelliert deshalb an den Ministerpräsidenten: "Es ist höchste Zeit, dass sich Armin Laschet gerade jetzt um die Schulsozialarbeit in NRW kümmert. Ihre weitere Finanzierung steht auf dem Spiel." Laschet müsse allen Beteiligten beweisen, dass die Schulsozialarbeit in NRW eine Zukunft habe, sagt Nadja Lüders, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Ein entsprechender Antrag wurde nach der Debatte zur Beratung an die zuständigen Landtagsausschüsse verwiesen.

Grüne kritisieren fehlende Finanzierungszusage

Zweifel an Laumanns Zusage haben auch die Grünen. Vizefraktionschef Mehrdad Mostofizadeh unterstellte dem Minister sogar, die Schulsozialarbeit gar nicht weiterführen zu wollen. "Sonst müssten Sie hier nicht so herumeiern", sagt Mostofizadeh. Es sei unverständlich, dass es bisher ab 2018 keine Finanzierungszusage gebe.

Weil der Bund die Förderung der Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets Ende 2013 eingestellt hatte, war das Land bei der Finanzierung eingesprungen. Seit 2015 fördert NRW die Schulsozialarbeit mit jährlich 48 Millionen Euro.

Stand: 12.10.2017, 16:49