Landesregierung dringt weiter auf Tihange-Abschaltung

Atomkraftwerk Tihange

Landesregierung dringt weiter auf Tihange-Abschaltung

  • Kraftwerke Tihange und Doel Thema im Düsseldorfer Landtag.
  • Erwartung der Landesregierung bisher nicht erfüllt.
  • Regierung geht von Bereitschaft zum "konstruktiven Dialog" aus.

Die NRW-Landesregierung will sich auf politischem und rechtlichem Weg weiter für die Abschaltung der umstrittenen belgischen Atomreaktoren Tihange und Doel einsetzen. Das versicherte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch (11.10.2017) im Düsseldorfer Landtag.

Mit einem gemeinsamen Antrag im Landtag forderten zudem CDU, FDP und Grüne die belgische Regierung auf, das Kraftwerk Tihange abzuschalten.

Erwartungen bisher nicht erfüllt

Ein Besuch in Tihange am vergangenen Sonntag (08.10.2017) mit deutschen, belgischen und niederländischen Interessenvertretern habe die Erwartung der Landesregierung nicht erfüllt, sagte Pinkwart. Man gehe aber von einer Bereitschaft zum "konstruktiven Dialog" auf belgischer Seite aus. NRW habe deutlich gemacht, dass man das Nachbarland bei einer Abschaltung aktiv unterstützen werde, damit die Energieversorgung dort sichergestellt sei.

Kraftwerkshüllen zu schwach für den Weiterbetrieb?

Die Kraftwerke liegen rund 60 Kilometer und 140 Kilometer von Aachen entfernt. Zuletzt hatten Wissenschaftler die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 gefordert, weil die Hüllen zu schwach für den Weiterbetrieb seien.

Stand: 11.10.2017, 18:07