NRW schafft 20.000 neue Kita-Plätze

Symbolbild: Kind mit einem Bobbycar im Flur einer Kita

NRW schafft 20.000 neue Kita-Plätze

Von Sabine Tenta

  • NRW baut Zahl der Kita-Betreuungsplätze weiter aus
  • Vergleich mit anderen Bundesländern noch offen
  • Ministerin kündigt neues Kita-Gesetz an

NRW-Familienministerin Christina Kampmann (SPD) hat am Montag (20.03.2017) in Düsseldorf die Zahlen für das kommende Kita-Jahr 2017/2018 vorgestellt. Danach könnten im Vergleich zum Vorjahr 20.259 Betreuungsplätze mehr geschaffen werden, davon 10.730 U3-Plätze und 9.529 Ü3-Plätze.

Versorgungsquote nur leicht gestiegen

Für die Ministerin sei das ein "rasanter Anstieg". Weil aber die Bevölkerung ebenfalls wachse, führe der Ausbau der Betreuungsplätze nur zu einem leichten Anstieg der Versorgungsquote von 37,1 auf 37,5 Prozent.

Porträt von Christina Kampmann, NRW-Kulturministerin

Christina Kampmann

Insgesamt gibt es zum 1. August 2017 in NRW 660.000 Betreuungsplätze. 2010 waren es 555.000. Wie NRW im Bundesvergleich dasteht, konnte die Ministerin nicht beantworten. Denn die Vergleichszahlen lägen noch nicht vor. NRW erhebt die Zahlen in einem anderen Turnus und zu einem anderen Stichtag als der Bund. Während die Bundeszahlen rückwirkend gelten, blickt NRW stets auf das kommende Kita-Jahr.

Immerhin so viel ist aus dem Ministerium zu hören: Der Abstand zu den anderen Ländern werde geringer, die Aufholjagd sei erfolgreich. Es bleibe aber wohl dabei, dass NRW bei der Betreuungsquote auf dem letzten Platz liege.

Neues Kita-Gesetz angekündigt

Und dann wurde aus der Ministerin flugs die SPD-Wahlkämpferin: Kampmann kündigte an, gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode soll ein neues Kita-Gesetz verabschiedet werden. Das soll dann die Gebührenfreiheit neu regeln: Statt beitragsfreiem letztem Kita-Jahr sollen über den gesamten Kita-Zeitraum 30 Stunden pro Woche beitragsfrei sein.

Die Gebühren sollen landesweit vereinheitlicht werden. Wie die Ausgestaltung und der Übergang konkret aussehen sollen, konnte die Ministerin noch nicht sagen.

Stand: 20.03.2017, 15:24