Landesregierung befördert 900 Finanzbeamte in NRW

Der Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans spricht in Düsseldorf bei einer Pressekonferenz zum Kampf gegen Steuerhinterziehung.

Landesregierung befördert 900 Finanzbeamte in NRW

  • Mehr Geld für 900 Finanzbeamte
  • Bessere Aufstiegschancen im gehobenen Dienst
  • Lob von den Gewerkschaften

In NRW werden kurzfristig 900 Finanzbeamte befördert. Das kündigte NRW-Finanzminister Walter-Borjans (SPD) am Freitag (17.03.2017) in Düsseldorf an. Um die Arbeit in den Finanzämtern und bei der Steuerfahndung attraktiver zu machen, werden dem Minister zufolge außerdem die Aufstiegschancen im gehobenen Dienst verbessert.

Die Beförderungen würden bei voller Umsetzung zu jährlichen Mehrausgaben von drei Millionen Euro führen. Das Kabinett habe bereits zugestimmt. Die Deutsche Steuergewerkschaft und die Gewerkschaft Verdi begrüßten das Vorhaben.

Problem Beförderungsstau wird gleich mitgelöst

Der Anteil der Beschäftigten der Finanzverwaltung in den Besoldungsgruppen A 12 und A 13 werde von 28 auf 35 Prozent steigen. Mit dem höheren Beförderungsvolumen löst Walter-Borjans auch noch ein anderes Problem. Seit Mitte 2016 gilt eine verschärfte Frauenförderung in NRW-Landesbehörden.

Dagegen haben männliche Bedienstete, die sich benachteiligt sahen, geklagt. Das führte zu einem Beförderungsstau. 144 Mitarbeiter der NRW-Finanzbehörden sind betroffen. Durch die zusätzlichen Stellen können sie nun doch befördert werden. Die drei Klagen gegen die Beförderungspraxis seien damit gegenstandslos, so Walter-Borjans.

Stand: 17.03.2017, 17:34