Diskutieren Sie mit: Dieselfahrverbot - sinnvoll oder "Steinzeit-Instrument"?

Montage: Hendrik Wüst am Rednerpult im NRW-Landtag, Dialogsilhouetten

Diskutieren Sie mit: Dieselfahrverbot - sinnvoll oder "Steinzeit-Instrument"?

Verkehrsminister Hendrik Wüst lehnt ein Diesel-Fahrverbot in Städten als "Steinzeit-Lösung" ab. Busse sollten zum Beispiel auf besonders umweltbelasteten Straßen ganz ohne Verbrennungsmotor fahren. Wie sehen Sie die Fahrverbote für Dieselautos? Gibt es noch eine andere Lösung?

Stand: 11.07.2017, 14:26

Kommentare zum Thema

75 Kommentare

Neuester Kommentar von "D.Bäcker ", 13.07.2017, 09:24 Uhr:

Fahrverbote müssen kommen alleine schon um unser Gesundheitssysthem vor immensen Kosten zu schützen. Das müsste nicht sein wenn der MIV bewußter mit dem Autokonsum umgehen würde.Nicht jeder Weg muss mit dem Auto zurück gelegt werden nur weil es vor der Tür steht.

Kommentar von "Jörg", 13.07.2017, 07:45 Uhr:

Die Verkehrsminister der CDU/CSU haben den Betrug der Autoindustrie jahrelang gedeckt. Und statt jetzt etwas gegen die Vergiftung unserer Mitbürger zu tun, wollen sie unserer Steinzeit-Autoindustrie nicht weh tun. Das ist alles nur zu durchschaubar.

Kommentar von "Max Power", 12.07.2017, 21:31 Uhr:

Ich schließe mich dem Vorkommentartor an, hier hat eindeutig ein Betrug durch den Hersteller stattgefunden, welcher in dem Fall auch für den entstandenen Schäden aufkommen sollte. Die Aufgabe der Politik ist es jetzt dafür zu sorgen das die Hersteller ihrer Pflicht nachkommen. Man hatte zwar seit 1990 Vorgaben die jede Regierung ignoriert hat, aber spätestens wenn man riecht, dass etwas anbrennt, sollte man den Herd ausmachen, anstatt wie aktuell die Platte weiter aufzudrehen.

Kommentar von "Lutz", 12.07.2017, 19:49 Uhr:

Sicher sind diese sinnvoll, denn es gibt ja nun einmal Grenzwerte. Diese müssen eingehalten werden, dafür sind sie da. Wenn also jemand ein Auto fährt das diese Grenzwerte nicht einhält, obwohl ihm das vor dem Kauf des Fahrzeuges vom Hersteller versprochen wurde, so muss er den Hersteller dafür haftbar machen. Es gab ja bereits ein Urteil des Amtsgerichtes Arnsberg. Mal abgesehen davon, wozu müssen denn Leute in die Innenstädte fahren? Zum einkaufen kann man auch außerhalb parken und den ÖPNV nutzen. Die Niederländer machen es vor. Und jene Menschen, die zum Beispiel in Essen an einer Hauptverkehrsstraße wohnen sind sicher dankbar wenn sie nicht mehr so viel Dreck einatmen müssen. Schlussendlich wird jedoch ein Dieselfahrverbot allein in Städten nichts nützen, dann muss es schon so konsequent sein wie es die Norweger machen, massive Förderung der E-Mobilität und eine Deadline setzen; ab 1.1.2025 dürfen in Norwegen keine Autos mehr mit Verbrennungsmotor verkauft werden.

Kommentar von "Frank Wupper, Solingen", 12.07.2017, 19:44 Uhr:

Wahr ist, dass die Hersteller betrogen haben. Wahr ist aber auch, dass die daraus entbrannte Debatte am Thema vorbei geht. Mein Dieselfahrzeug ist gegenüber dem Vorgängermodell im Durchschnittverbrauch um 2 Liter niedriger. Außerdem wird Ad-Blue beigemischt. Meinen Sie, dass dieses Fahrzeug mehr die Umwelt belastet, als dies z.B. Benzinfahrzeuge tun, die weit über dem von mir erzielten Verbrauchswert liegen. Vielleicht sollte der Verbraucher aber mal über sein Kaufverhalten nachdenken. Früher kam in unserer Straße 1 Postfahrzeug am Tag. Heute sind es 8 und mehr. Ist das normal? Mal darüber nachgedacht, was die ganzen Kamine an Umweltbelastung produzieren? Oder die unsägliche Grillwut? Oder die Motorradausflügler, die unsere Straße unsicher machen?

Kommentar von "Pinja", 12.07.2017, 16:49 Uhr:

Die Städte sollten konsequent auf den öffentlichen und den Rad-Verkehr ausgerichtet werden. Wie gut das funktioniert, ist in Kopenhagen zu sehen. Für den Individualverkehr innerhalb der Städte sollten generell nur emmisionsfreie Fahrzeuge zugelassen werden.

Kommentar von "Florian-H", 12.07.2017, 15:17 Uhr:

Diesel sind aufgrund der Salpetersäure die das NOx in unseren Lungen hinterlässt eine ernste wie omnipräsente Gefahr für jeden Stadbewohner und Besucher. Die enorme Popularität des Diesels ist nun - nach der verherenden schockierenden Kunde über das Aussmass des Betrugs des Abgasreinigungseffekts- sein eigentliches Verhängnis. Diesel müssen per Gesetz in zukünftigen Automodellen verboten werden, alte Diesel müssen Notfalls per Abwrackprämie stillgelegt werden und die uneinsicht der Industrie und der Dieselfahrer muss politisch - juristisch gebrochen werden, wenn wir unsere inhalierte Salpetersäure daran hindern wollen unsere gesamte Deutschen Lungen zu verätzen.

Kommentar von "Bernd Hoose", 12.07.2017, 15:14 Uhr:

Fahrverbote leider, es wird nichts anderes funktionieren, da jeder nach dem St. Florians Prinzip agiert. Betrug bleibt Betrug, die Nachrüstung oder Rücknahme müssen die Hersteller tragen, die mit Zahlen geworben haben, die nicht erreichbar sind, nicht nur bei VW! Es gibt funktionierende Nachrüstsätze, die auch zeigen das es schon vom jeweiligen Hersteller hätte funktionieren könnte, wäre das nicht das Prinzip, Geiz ist Geil. Die Aussagen, ich will meinen Diesel so weiter fahren, ist doch egal was hinten raus kommt, oder sollen die anderen (Flugzeuge, Ausländer, Schiffe etc.) erst, zeigt nur das demjenigen die Umwelt und Menschen völlig egal sind solange es ihn/sie selbst betrifft. Verstreue weisses Pulver an einer Strassenkreuzung und rufe laut "Asbest" und alle wären schnellstens weg, beim NOX wo die Schädigung ähnlich ist, reagieren aber die wenigsten, ist ja nur ein Diesel der neben einem läuft. Es bleibt "Kauft keinen Diesel mehr!" Und "Benziner sind als nächstes dran!"

Kommentar von "Thomas Wolf", 12.07.2017, 14:15 Uhr:

Die Frage ist doch abzuwägen, welches Grundrecht höher wiegt: Das der eigenen Gesundheit oder das Eigentumsrecht. Die Frage ist einfach zu beantworten. Nicht einfach zu beantworten ist die Frage, wer für den Schaden aufkommt, den diejenigen haben, die jetzt einen Diesel fahren. Die Autoindustrie ist hier genauso schuldig wie die Kontrollorgane. Daher sollte es eine hälftige Kostenteilung geben. Was jetzt aber keinen Sinn macht ist die alten Diesel PKWs auch noch aufzurüsten. Das verschiebt das Problem nur. Ich würde mir eher ein Programm wünschen, in dem betroffene jüngere Diesel PKW auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Ach ja: Die Mär, daß eine Elektroauto teurer ist wird ja wie die Sau durchs Land getrieben, aber die Stimmt leider nicht. Ein Renault Zoe ist schon heute (je nach Kilometerleistung) billiger als ein vergleichbarer Verbrenner. Daher fahre ich schon seit November 2015 rein elektrisch - bislang sind schon 50.000 km auf der Uhr.

Kommentar von "Jörg Klapproth", 12.07.2017, 13:54 Uhr:

Die Verkehrspolitik der CSU erinnert da schon mehr an die Steinzeit. Wenn die Vasallen der Autoindustrie nicht vernünftige Abgaswerte in Brüssel verhindert hätten, wäre die Luft in den Städten jetzt erträglich. Das Verkehrsministerium hat leichtfertig zehntausende Arbeitsplätze riskiert.

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