Behandlungszentrum für Contergan-Geschädigte in NRW

Behandlungszentrum für Contergan-Geschädigte in NRW

In NRW soll es nach dem Willen von Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) künftig ein Behandlungszentrum für Contergangeschädigte geben. Die Ministerin sprach am Samstag (09.04.2016) bei einem Symposium in Köln von einem Defizit bei der Versorgung der Betroffenen.

Eine Studie im Auftrag des NRW-Gesundheitsministerium hatte ergeben, dass 95 Prozent der Contergan-Opfer unter Folgeschädigungen ihrer Behinderung leiden. Von Seiten des Interessenverbandes der Contergangeschädigten NRW hieß es, die Betroffenen brauchten vor allem rasche Hilfe.

Das Schlafmittel Contergan des Stolberger Arzneimittelherstellers Grünenthal war zwischen 1957 und 1961 vielen Schwangeren verschrieben worden, weil es als unbedenklich galt. In der Folge kamen Tausende missgebildete Kinder zur Welt. In Deutschland leben insgesamt rund 2.400 Contergangeschädigte.

Stand: 09.04.2016, 14:38