Neuer Innenminister schafft Blitzmarathons ab

Blitzmarathon im Sektor

Neuer Innenminister schafft Blitzmarathons ab

  • Schwarz-gelbe Regierung kündigt an.
  • In NRW keine Blitzmarathons mehr.
  • Andere Bundesländer machen weiter.

Es wird unter Schwarz-Gelb in NRW keine neuen Blitzmarathons mehr geben. "Das Thema ist durch", erklärte der neue Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) im Interview mit der "Westdeutschen Zeitung" (Samstag/15.07.2017). Die Initiative für den Aktionstag gegen Raser war einst von Nordrhein-Westfalen ausgegangen und von anderen Bundesländern und sogar europaweit übernommen worden.

Das Instrument, mit dem die Zahl von Unfällen gesenkt werden sollte, war aber immer umstritten - nicht nur bei Verkehrssündern, sondern auch bei Verkehrsexperten.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul sprichtin Düsseldorf  beim Start der Aktionswoche «Augen auf und Tasche zu» der nordrhein-westfälischen Polizei

Innenminister Reul (CDU)

Auch die schwarz-gelbe Regierung bezeichnet den Blitzmarathon als "ungeeignet", die Vekehrssicherheit auf Dauer zu verbessern, so Reul. Stattdessen will die neue Landesregierung die "zielgerichtete Verkehrsüberwachung" etwa in Form von unangekündigten Kontrollen verstärken.

30.000 Temposünder erwischt

Zuletzt hatte NRW beim Blitzmarathon im April 2016 mitgemacht. Bei der konzertierten Tempokontrollaktion waren an einem Tag landesweit etwa 30.000 Temposünder auf den Straßen erwischt worden. Dieses Jahr hatte sich das Land nicht an der Großkontrolle beteiligt. Die rot-grüne Vorgängerregierung in NRW hatte seit 2012 mehrere Male einen Blitzmarathon veranstaltet.

Stand: 15.07.2017, 15:03