Polizeipräsenz, Autonome und friedlicher Protest

Polizeipräsenz, Autonome und friedlicher Protest

Anlässlich des AfD-Bundesparteitages hat Köln den größten Polizeieinsatz seit Jahrzehnten gesehen - begleitet von rund hundert gewaltbereiten Autonomen und tausenden friedlichen Demonstranten.

Heumarkt in Köln

Schon einen Tag vor den geplanten Demonstrationen hatten schwere Räumpanzer Stellung in der Kölner Innenstadt Stellung bezogen. 50.000 Demonstranten wurden zum AfD-Bundesparteitag am 22. und 23. April erwartet.

Schon einen Tag vor den geplanten Demonstrationen hatten schwere Räumpanzer Stellung in der Kölner Innenstadt Stellung bezogen. 50.000 Demonstranten wurden zum AfD-Bundesparteitag am 22. und 23. April erwartet.

Am Samstagmorgen (22.04.2017) versperren einzelne Demonstrationsgruppen ganze Straßen.

Die Polizei erwartet die Demonstranten mit einem Großaufgebot. 4.000 Polizisten sind in Köln im Einsatz.

Immer wieder kommt es zu kleineren Rangeleien mit Protestierenden. Rund um den Veranstaltungsort in der Innenstadt herrschte am Morgen Belagerungsatmosphäre.

Größere Ausschreitungen bleiben zwar aus, doch werden bei Rangeleien zwei Polizisten verletzt. Die Polizei nimmt einen Demonstranten vorläufig fest. Die Lage ist angespannt. Immer wieder versuchen einige Demonstranten an den Polizeiabsperrungen vorbei zu kommen. Polizisten werden nach Polizeiangaben mit Flaschen beworfen.

Das Kölner Stadtbild ist von Polizisten geprägt. Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte die Anreise von mehreren hundert Gewalttätern aus dem linksextremen Spektrum befürchtet.

Friedlicher Protest nur ein paar Meter neben dem Ort des Parteitags: Schon am Vormittag trafen auch die ersten Teilnehmer der Demonstrationen auf dem Heumarkt in der Innenstadt ein.

Mit dabei sind mehrere Aktionsbündnisse aus Bürgern, Gewerkschaftern und Künstlern.

Am frühen Nachmittag sind bereits rund 10.000 Demonstranten auf dem Kölner Heumarkt, um friedlich zu protestieren.

Auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sprach auf der Kundgebung zu den Demonstranten. Köln sei besonders bekannt für seine Vielfalt und seine friedliche Bewegung gegen Rechts, sagte Kraft.

Bunter Protest in der Kölner Innenstadt. Auch viele Familien sind am frühen Nachmittag auf den Heumarkt gekommen.

Auch etwa 15.000 Karnevalisten protestierten im Kölner Grüngürtel gegen rechte Propaganda und Gewalttaten. Musikalisch untestützt wurden sie von Bands wie Brings, den Höhnern und den Bläck Fööss.

Stand: 22.04.2017, 14:47 Uhr