Große Koalition abgewählt - AfD und FDP legen stark zu

Stand: 25.09.2017, 05:36 Uhr | Angaben in Prozent | Quelle: Der Bundeswahlleiter
UnionSPDLinkeGrüneFDPAfDAndere
33.020.59.28.910.712.65.1

Große Koalition abgewählt - AfD und FDP legen stark zu

  • CDU/CSU liegen trotz Verlusten bei Bundestagswahl vorn.
  • SPD verliert und landet auch in NRW hinter der CDU. FDP dritte Kraft.
  • Allein in Nordrhein-Westfalen über 13 Millionen Wahlberechtigte.

Bei der Bundestagswahl ist die Union nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erneut stärkste Kraft geworden - trotz massiver Verluste. CDU und CSU kommen demnach bundesweit zusammen auf 33 Prozent. Die SPD liegt nur noch bei 20,5 Prozent. Drittstärkste Kraft wird die AfD mit 12,6 Prozent. Die FDP erreicht demnach 10,7 Prozent. Die Linken landen bei 9,2 und die Grünen bei 8,9 Prozent.

NRW: FDP statt AfD Dritter

Auch in NRW liegt die CDU nach dem vorläufigen Endergebnis mit 32,6 Prozent vor der SPD, die auf 26,0 Prozent kommt. Christ- und Sozialdemokraten fuhren damit ihre jeweils schlechtesten Ergebnisse bei einer Bundestagswahl in NRW ein. Dritte Kraft in NRW ist die FDP mit 13,1 Prozent. Die AfD erreicht 9,4, die Grünen 7,6 und die Linke 7,5 Prozent.

Höhere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung in NRW lag bei 75,4 Prozent (2013: 72,5). Rund 13,1 Millionen Wahlberechtigte waren in Nordrhein-Westfalen zur Teilnahme an der Bundestagswahl aufgerufen. Bundesweit wurde eine Wahlbeteiligung von 75,9 Prozent erwartet (2013: 71,5 Prozent).

Wegen des großen Andrangs durften in mindestens einem Duisburger Wahllokal Bürger auch nach offizieller Schließung noch wählen. Erlaubt ist das per Gesetz nur, wenn man sich bis 18 Uhr in die Warteschlange eingereiht hat. In Mönchengladbach gab es Probleme mit den Stimmzetteln. Auch in Köln mussten Wahlzettel nachgeliefert werden. In Duisburg fand am Sonntag auch die Oberbürgermeister-Wahl statt.

Zwei Kreuze für Berlin

Ein Hund wartet während die Besitzerin ihre Stimme zur Bundestagswahl 2017 abgibt

Geduldsprobe in Würselen: Dieser Hund kann es offenbar kaum abwarten, dass sein Besitzer seine demokratische Pflicht endlich erfüllt hat.

Geduldsprobe in Würselen: Dieser Hund kann es offenbar kaum abwarten, dass sein Besitzer seine demokratische Pflicht endlich erfüllt hat.

Derselbe Ort, ein anderer Wähler: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gibt in seiner Heimatstadt zusammen mit seiner Frau seine Stimme ab.

Ruhiger geht es in diesem Kölner Vorort zu: Meist findet man Wahllokale in Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Hier hat ein Gartencenter seine Geschäftsräume zur Verfügung gestellt.

In Aachen stimmt am Vormittag NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ab.

Wie hier in Bochum sollte sich der Andrang auf die Wahllokale im Lauf des Tages noch verstärken.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der die NRW-Landesliste seiner Partei anführt, tritt in Neuss an die Urne.

Die Legislaturperiode des Bundestags beträgt vier Jahre. In NRW bewarben sich 23 Parteien und Gruppen um die entscheidende Zweitstimme bei der Wahl. Mit der Erststimme wurde der Direktkandidat im Wahlkreis gewählt. Rund 672.000 junge deutsche Staatsangehörige in NRW durften erstmals wählen.

Wahlergebnisse

Wahlergebnisse plusminus

Stand: 25.09.2017, 05:36 Uhr | Angaben in Prozentpunkten | Quelle: Der Bundeswahlleiter
UnionSPDLinkeGrüneFDPAfDAndere
-8.5-5.20.60.55.97.9-1.2

Stimmenverteilung in NRW

Bundestagswahl 2017 - Stimmanteile in NRW
CDUSPDLinkeGrüneFDPAfDAndere
32,626,07,57,613,19,43,8

CDU war 2013 stärkste Partei

Bei der letzten Bundestagswahl 2013 war die CDU in NRW die stärkste Partei mit 39,8 Prozent der Zweitstimmen. Dahinter lag die SPD mit 31,9 Prozent. Drittstärkste Kraft im Land wurden die Grünen mit 8,0 Prozent. Die Linke erreichte 6,1 Prozent. Die FDP kam auf 5,2 Prozent. Die AfD landete vor vier Jahren bei 3,9 Prozent.

Stand: 25.09.2017, 05:41