Weniger Erstwähler bei der Bundestagswahl in NRW

Menschenmasse, Menschengewühl

Weniger Erstwähler bei der Bundestagswahl in NRW

  • Rund 13,1 Millionen Wahlberechtigte in NRW zur Bundestagswahl.
  • Etwa 100.000 Wähler weniger als vor vier Jahren.
  • Gut 672.000 Erstwähler.

Erst vor wenigen Monaten haben die Wähler in Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag gewählt. Am 24. September werden sie erneut zur Urne gerufen: Rund 13,1 Millionen Menschen in NRW sind wahlberechtigt. Darunter sind 6,8 Millionen Frauen. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums vom Freitag (08.09.2017) sind dies etwa 100.000 Wahlberechtigte weniger als bei der Wahl vor vier Jahren.

Weniger Erstwähler

Für rund 672.000 junge deutsche Staatsangehörige an Rhein und Ruhr ist es die erste Bundestagswahl. Auch hier ist die Zahl zurückgegangen: Vor vier Jahren waren es noch rund 26.000 Erstwähler mehr. Die Wahlbeteiligung in NRW lag 2013 mit 72,5 Prozent höher als im Bund (71,5 Prozent).

Erststimme für einen Direktkandidaten

Bei der Bundestagswahl können auf jedem Stimmzettel zwei Kreuze gemacht werden: Mit der Erststimme in der linken Spalte des Stimmzettels entscheiden die Wähler über einen Kandidaten ihres Wahlkreises. Wer die höchste Stimmenzahl erreicht, zieht direkt in den Bundestag ein. Nordrhein-Westfalen ist in 64 Wahlkreise aufgeteilt, folglich schickt das Bundesland 64 Wahlsieger direkt ins Berliner Parlament.

Zweitstimme für eine Partei

Die übrigen ziehen über die Landeslisten der Parteien in den Bundestag ein. Auf der rechten Seite des Stimmzettels wird die Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben. Auf der vom Wahlleiter des Landes zugelassenen Liste mit 23 Parteien und Wählervereinigungen (2013: 22) stehen insgesamt 572 Bewerberinnen und Bewerber in Nordrhein-Westfalen zur Wahl.

Welche Kandidaten aus den Landeslisten der Parteien künftig im Bundestag vertreten sind, wird im Laufe des Wahlabends nach Berechnung des Zweitstimmen-Anteils mit möglichen Überhang- und Ausgleichsmandaten feststehen.

Die Reihenfolge der Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich nach der Zahl der erreichten Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2013 in Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Parteinamen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge an.

Über 110.000 Wahlhelfer

Am Wahltag werden etwa 110.000 nordrhein-westfälische Bürger als Wahlhelfer im Einsatz sein. Sie sollen in den rund 16.000 Wahlräumen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl und die anschließende Stimmenauszählung sorgen. Einige Städte wie Köln und Aachen suchen derzeit noch Verstärkung.

Stand: 08.09.2017, 15:16