Möglicher Bombenfund - Sperrung der A1 bei Leverkusen

Bilanz Brückensperrung Leverkusen

Möglicher Bombenfund - Sperrung der A1 bei Leverkusen

  • Möglicher Bombenfund an der A1 bei Merkenich.
  • Autobahn ist ab Freitag, 22:00 Uhr in Richtung Koblenz schrittweise gesperrt.
  • Umleitungen sind ausgeschildert.

Autofahrer brauchen in dieser Woche Geduld auf den Autobahnen rund um Leverkusen. Nach der einspurigen Verkehrsführung auf der A3 über den Tag der Deutschen Einheit folgt am kommenden Freitag (06.10.2017) eine Sperrung der A1 in Fahrtrichtung Koblenz an der Leverkusener Brücke. Der ADAC befürchtet deswegen tagelang extreme Verkehrsprobleme im Großraum Köln.

"Es gibt den Verdacht, dass eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg genau unter der Autobahn liegt", erklärt Ingrid Scholtz vom Landesbetrieb Straßen NRW. In acht Metern Tiefe wurde in Höhe des Kölner Stadtteils Merkenich ein verdächtiger Gegenstand gefunden, bei dem es sich um eine Bombe handeln könnte.

Sperrung in Richtung Koblenz

Kartenausschnitt von A1 - A1 - Köln-Merkenich und Leverkusener Brücke, Rhein

"Ab Freitag werden wir die Autobahn in Richtung Koblenz sperren und ein vier mal vier Meter großes und knapp acht Meter tiefes Loch graben", erklärt Scholtz den Ablauf der Arbeiten. Sollte dann eine Bombe gefunden werden, müssten die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entscheiden, was mit dem Blindgänger passiert.

Eine Komplettsperrung für die Dauer einer Entschärfung oder Bergung der Bombe sei nicht ausgeschlossen. "Im besten Fall stehen ab Donnerstagmorgen wieder zwei Spuren in Richtung Koblenz zur Verfügung", so Scholtz. Am Mittwoch (04.10.2017) werde der Landesbetrieb die Umleitungsempfehlungen bekanntgeben und ausschildern.

Grafik der ausgeschilderten Umleitung für die gesperrte A1

Grafik: Straßen.NRW

Erneuerung der Entwässerungsleitungen

Den Verkehr beispielsweise zweispurig an der Baustelle vorbeizuführen, funktioniere wegen der Ausmaße der benötigten Maschinen und der Gefährdung durch einen Absturz nicht. Auch eine Verlegung der Maßnahme in die Ferien, wenn eventuell weniger Verkehr fließt, sei nicht möglich.

Der Grund: Bei den Bauarbeiten entlang der A1 werden Entwässerungsleitungen erneuert. Diese Arbeiten müssen wegen der Hochwassergefahr bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Das sei aber kaum noch einzuhalten, wenn die Bombe erst in zwei Wochen geborgen werden könne.

Stand: 06.10.2017, 13:13