Startschuss zu großem Umweltschutz-Projekt in NRW

Eine Zauneidechse auf einem Ast

Startschuss zu großem Umweltschutz-Projekt in NRW

  • Life-Projekt zum Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Für zehn Jahre stehen 16,9 Millionen Euro zur Verfügung
  • 27 Maßnahmen in NRW geplant

In Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstag (20.04.2017) der Startschuss zu einem länderübergreifenden Umweltschutz-Projekt gegeben worden. NRW und Niedersachen haben vor zwei Jahren das integrierte Life-Projekt "Atlantische Sandlandschaften" beantragt, das am 1. Oktober 2016 von der EU-Kommission genehmigt wurde.

In den kommenden zehn Jahren stehen den beiden Bundesländern insgesamt rund 16,9 Millionen Euro zur Verfügung, um "die Trendwende beim Verlust der Artenvielfalt und wertvoller Naturräume einleiten", teilte die NRW-Landesregierung am Donnerstag mit.

Das Budget wird von der Europäischen Kommission gefördert

Das Budget, das zu 60 Prozent von der Europäischen Kommission gefördert wird, soll helfen, die Biodiversität, also die biologische Vielfalt, zu erhalten. Es sollen etwa vorhandene Heide- und Dünenlandschaften, artenreiche Borstgrasrasen und nährstoffarme Stillgewässer optimiert beziehungsweise wiederhergestellt, und die Bestände dort lebender Tiere wie zum Beispiel von Knoblauchkröte, Laubfrosch und Kammmolch gestärkt werden.

Bezirksregierung Münster organisiert die operative Umsetzung

Landschaft mit Moorsee

Ein Moorsee im Naturpark Maas-Schwalm-Nette.

"Der Erhalt der Biodiversität ist eine zentrale Aufgabe menschlicher Daseinsvorsorge und neben dem globalen Klimawandel die große umweltpolitische Herausforderung unserer Zeit. Mit der europäischen und deutschen Biodiversitätsstrategie wollen wir deshalb den fortschreitenden Verlust an Arten- und Lebensräumen in den nächsten Jahren stoppen und die biologische Vielfalt wieder vergrößern", sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) bei der Auftaktveranstaltung in Ibbenbüren.

Für die kommenden zweieinhalb Jahre sind 98 Maßnahmen geplant, davon werden 27 in NRW - mit Schwerpunkt Münsterland und Niederrhein - durchgeführt. In beiden Bundesländern liegt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung bei den Umweltministerien. Federführend ist die Bezirksregierung Münster.

Stand: 20.04.2017, 13:42