Normalbetrieb in belgischen AKW Tihange und Doel

Normalbetrieb in belgischen AKW Tihange und Doel

Nach den Terroranschlägen in Brüssel war Personal aus den Atomkraftwerken Tihange und Doel abgezogen worden. Inzwischen arbeiten die Kraftwerke wieder mit Normalbesatzung teilte der Betreiber am Donnerstag (24.03.2016) mit.

Unmittelbar nach den Explosionen am Dienstag in Brüssel mit mindestens 31 Toten und 270 Verletzten am Hauptstadt-Flughafen und in der U-Bahn war das Personal in den beiden AKW auf ein Minimum reduziert worden. Der Atomaufsichtsbehörde zufolge war dies eine Maßnahme, um die Anlagen im Ernstfall schneller evakuieren zu können. Außerdem sollte laut Medienberichten das Risiko minimiert werden, dass gefährliche Personen auf das Gelände gelangen. Am Mittwoch wurde das Personal an den Standorten Doel und Tihange wieder aufgestockt. Es sei die übliche Belegschaft im Einsatz, wie es am Donnerstag (24.03.2016) hieß.

Nach Angaben der belgischen Atomaufsicht bestehe aber grundsätzlich auch eine Terrorgefahr für die heimischen Kernkraftwerke. Spezifische Hinweise darauf, dass Terroristen die AKW im Visier haben, gebe es jedoch nicht. Tihange liegt nur 70 Kilometer von Aachen entfernt, nahe der ostbelgischen Stadt Lüttich. Zuletzt waren dort 940 Mitarbeiter beschäftigt. Doel liegt bei Antwerpen. Dort arbeiteten zuletzt rund 880 Personen.

Stand: 24.03.2016, 13:09