Die unsichtbaren Alten - Wer kümmert sich um die einsamen Rentner

Die unsichtbaren Alten - Wer kümmert sich um die einsamen Rentner

23.01.2017 | 29:02 Min. | UT | Verfügbar bis 23.01.2018 | WDR

Nach einem ereignisreichen und bewegten Leben, fühlen sich viele Menschen am Ende einsam. Die Gründe sind unterschiedlich: Mal gibt es keine Kinder, mal keine Freunde, weil alle früher verstorben sind. In Nordrhein-Westfalen leben rund 1,3 Millionen Menschen im Alter über 65 alleine und ihre Zahl wächst stetig. Oft sind Ärzte, Apotheker und Kassierer ihre einzigen Kontakte. Was läuft falsch in unserer Gesellschaft? Sind uns die vergessenen Alten egal? Wer kümmert sich um sie? Manchmal ist die Einsamkeit für Anne Blum unerträglich. Die Kölnerin war Ballett-Tänzerin und Mannequin, stand im Rampenlicht und hatte zahlreiche Freundschaften – früher. Seit ihr Mann vor sieben Jahren gestorben ist, fühlt sie sich oft einsam, regelrecht vergessen von den anderen. Kinder hat sie nicht. „Jeder ist so sehr mit seinem Leben beschäftigt, da habe ich das Gefühl zu stören“, sagt die 86-Jährige. Doch dann entdeckt sie in einem Flyer ein Angebot, das ein Lichtblick für sie werden könnte: Die sogenannten „Freunde alter Menschen“ sind ein Verein in Köln, der Besuchspatenschaften für alte Menschen anbietet. Anne Blum hat dort angerufen: Vielleicht gibt es dort jemanden, der auch sie mal besuchen kommt? Die Reportage von Jule Sommer und Udo Kilimann erzählt vom Alleinsein und der Hoffnung auf soziale Kontakte.