Flüchtlingsheim: Schwere Vorwürfe gegen Sicherheitsdienst

Die Turnhalle auf dem Gelände des Berufskollegs im Stadtteil Gremberg

Logbuch "Fluchtort NRW"

Flüchtlingsheim: Schwere Vorwürfe gegen Sicherheitsdienst

Mit einer spontanen Demonstration haben Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Köln-Poll gestern gegen angebliche sexuelle Übergriffe durch den Sicherheitsdienst protestiert. Außerdem prangerten sie die hygienischen Zustände an. Die Polizei ermittelt.

18.02.2016: Schwere Vorwürfe gegen Sicherheitsdienst in Flüchtlingsheim

Mit einer spontanen Demonstration haben Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Köln-Poll gestern gegen angebliche sexuelle Übergriffe durch den Sicherheitsdienst protestiert. Außerdem prangerten sie die hygienischen Zustände an. Die Polizei ermittelt.

17.02.2016: Schüler in Olpe starten Deutschunterricht

Kinder sitzen im Klassenraum

Vorbereitungsklasse für Flüchtlingskinder in einer Schule

In Olpe beginnen heute 15 Oberstufenschüler und vier Lehrerinnen mit einem Hilfsprojekt für jugendliche Flüchtlinge. In ihren Freistunden wollen die Schüler des St. Franziskus Gymnasiums den Jugendlichen aus der Notunterkunft Deutschunterricht geben. Dabei werden sie von ihren Lehrerinnen unterstützt. Auch die Schulleiterin unterstützt das Projekt: Sie hat den Stundenplan angepasst und stellt Unterrichtsräume zur Verfügung. Ohne das Engagement von Ehrenamtlern würden viele Flüchtlinge in NRW zeitnah keinen Deutschunterricht oder Unterstützung bei der Gestaltung ihres Alltags bekommen.

16.02.2016: NRW nimmt keine Marokkaner mehr auf

Asylbewerber in der Ausländerbehörde

NRW nimmt ab sofort keine Asylbewerber aus Marokko mehr auf. Diese Vereinbarung habe das Land mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge getroffen, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Dienstag (16.02.2016) in Düsseldorf. Hintergrund ist, dass NRW laut Jäger zuletzt 80 Prozent aller Asylbewerber aus den Maghrebstaaten aufgenommen habe. Ausgesetzt wird nun die Zuweisung von Marokkanern. Andere Bundesländer müssen entsprechend mehr Asylbewerber aus dem nordafrikanischen Land aufnehmen.

Derzeit sind in NRW laut Jäger 6.444 Asylbewerber aus Marokko und 6.790 aus Algerien registriert - zusammen weniger als drei Prozent aller Asylbewerber. Da die Anerkennungsquote bei Flüchtlingen aus diesen Ländern gering ist, will Jäger die Verfahren beschleunigen. Sie sollen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes bleiben, bis über ihren Antrag entschieden ist. Abschiebungen nach Algerien oder Marokko scheiterten allerdings regelmäßig an fehlenden Ausweispapieren und an den Behörden in den Ländern, sagt Jäger. Er hofft deshalb, dass der Bund bald eine Vereinbarung mit den Herkunftsländern zur Rücknahme ihrer Staatsbürger erreicht.

15.02.2016: Arabische Flüchtlingszeitung aus Köln

Flüchtling Ramy Al-Asheq und Chefredakteur von "Abwab"

Der syrische Flüchtling Ramy Al-Asheq und Chefredakteur mit der Flüchtlingszeitung Abwab.

Die Zeitung "Abwab" (übersetzt "Türen") will als neue bundesweite Zeitung Flüchtlingen auf Arabisch Deutschland leichter verständlich machen. Gleichzeitig gehe es darum, einen eigenen Blick auf die Ereignisse zu werfen, sagt Chefredakteur Ramy Al-Asheq. Er ist selbst aus Syrien geflohen und lebt nun in Köln. Einen Teil der Zeitung machen Nachrichten aus der arabischsprachigen Community aus. Neben Meldungen aus den Heimatländern setzt der syrisch-palästinensische Journalist wichtige Themen aus Deutschland. In der Ausgabe nach Silvester schrieb eine syrische Autorin über sexuelle Übergriffe. Hinzu kommen praktische Fragen - zum Beispiel, wie die Registrierung in Deutschland läuft. Die kostenlose Monatszeitung begann nach Angaben der Vermarkter Ende 2015 mit einer Auflage von 45.000 und wird über Werbung finanziert. Die Autoren sind über die Bundesrepublik verstreut, der 26-Jährige steuert sie von Köln aus.

Stand: 17.02.2016, 17:37