Paderborn will BAMF bei Antragsflut helfen

Asylantrag, Symbolfoto

Logbuch "Fluchtort NRW"

Paderborn will BAMF bei Antragsflut helfen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kommt seit Monaten mit der Bearbeitung von Asylanträgen nicht hinterher. Der Kreis Paderborn wird jetzt selbst aktiv. Diese Nachricht und weitere Meldungen lesen Sie in unserem Blog "Fluchtort NRW".

5. Januar 2016 - Kreis Paderborn will Stau an Asylanträgen beseitigen

Der Kreis Paderborn will dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bei der Bearbeitung von Asylanträgen helfen. Das hat Landrat Manfred Müller in einem Schreiben dem Bundesamt und gleichzeitig Staatsminister Peter Altmaier mitgeteilt. Eigene Fachleute sollen demnach Akten mit Daten über die Flüchtlinge anlegen und erste Gespräche mit ihnen führen. Müller will so das hohe Aufkommen an Asylanträgen bewältigen. Dem Kreis Paderborn sind seit Juni über 2.000 Flüchtlinge zugewiesen worden. Aber nur knapp 70 konnten bisher einen Asylantrag stellen. Entscheiden müsste über den Asylantrag aber das Bundesamt

Nach einem Streit in einer Asylunterkunft in Mülheim hat es in der Nacht drei Festnahmen gegeben. Nach Angaben der Polizei waren wechselseitige, gefährliche Körperverletzungen vorausgegangen. Ein Mann trat den Polizeibeamten mit einem Messer entgegen. Die Beamten mussten einen Warnschuss abgeben. Der Grund des Streits ist nicht bekannt.

Flüchtlinge können im Rheinland zu ermäßigten Preisen Bus und Bahn fahren. Voraussetzung ist, dass sie einen so genannten "MobilPass", einen "Bonn-Ausweis" oder "Köln-Pass" besitzen. Mit dem "MobilPass" zahlen Flüchtlinge nur rund die Hälfte des normalen Fahrpreises. Den erforderlichen "MobilPass" müssen Flüchtlinge, wie Hartz4-Empänger auch, beim Sozialamt oder Jobcenter beantragen. Unterstützung dabei gibt eine Broschüre in fünf Sprachen, unter anderem in Arabisch, Kurdisch und Ukrainisch.

4. Januar 2016 - Arbeitsagenturen wollen Flüchtlinge besser beraten

Viele Arbeitsagenturen an Rhein und Ruhr eröffneten am Montag (4.1.2016) neue Beratungsstellen für Flüchtlinge. Die sogenannten "Integration Points" sollen ihnen helfen, schneller und unkomplizierter Arbeit zu finden. Für die Vermittlung der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bündeln die Arbeitsagenturen mehrere Anlaufstellen unter einem Dach. Arbeitsberater und Mitarbeiter der Städte und Ausländerbehörden beraten die Flüchtlinge gemeinsam - auch in deren Sprachen. Das Angebot gibt es ab heute unter anderem in Bochum, Oberhausen, Essen und Duisburg. In Düsseldorf gibt es die Anlaufstelle schon seit vier Monaten. Dort soll die Zahl der Mitarbeiter von zehn auf 25 erhöht werden.

In der Südstadt von Köln wird eine neue Unterkunft für Flüchtlinge errichtet. Das Containerdorf soll die Zeltstadt in Köln-Chorweiler ersetzen. Bis zum Monatsende soll in der neuen Unterkunft Platz für rund 400 Flüchtlinge entstehen. Allerdings werden die Menschen dort nur kurz leben und dann auf Unterkünfte in den Kommunen verteilt. Die Stadt Köln muss den privaten Parkplatz in Chorweiler räumen und an den Besitzer zurückgeben.

Nach dem Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Köln-Mülheim haben am Sonntag rund 400 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Am Samstagabend hatten zwei Männer Leuchtfackeln auf ein Wohnheim für Flüchtlinge geworfen, verletzt wurde niemand. Die Polizei prüft derzeit, ob die Tat einen rechtsextremen Hintergrund hat.

Stand: 05.01.2016, 11:32

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