Polizeieinsatz bei Rapper-Autogrammstunde

Polizeieinsatz bei Rapper-Autogrammstunde

Eine Autogrammstunde des Rappers Kurdo ist am frühen Freitagabend (19.02.2016) in einem Elektromarkt in Dortmund-Eving aus dem Ruder gelaufen. Mehr als 3.000 Fans waren gekommen - zu viele für die Leitung des Elektromarkts: Sie rief die Polizei. Dann eskalierte die Situation.

Mehrere Dutzend Polizisten sicherten das Gelände rund um den Elektromarkt. Mit den erhofften Autogrammen würde es also nichts werden. Und während sich viele Jugendliche Richtung U-Bahn auf den Heimweg machen, lassen andere ihren Frust offenbar an der Polizei aus. "Es gab Flaschen- und Steinewürfe auf eingesetzte Polizeibeamte. Daher mussten wir konsequent einschreiten", rechtfertigte die Polizei am Abend den Einsatz von Pfefferspray, Schlagstöcken. Diese Mittel seien jedoch "ausschließlich zum Zurückdrängen der Menschenmassen und nicht zum Schlagen eingesetzt" worden, hieß es. Nach ersten Informationen wurden zwei Personen leicht verletzt, drei weitere vorläufig festgenommen. Gerüchte über den Einsatz von Hunden wies die Polizei zurück. Diensthunde seien zwar vor Ort gewesen, aber nicht gegen Personen eingesetzt worden.

Autorgrammstunde abgesagt

Die Autogrammstunde sagte die Polizei ab. Der Rapper selbst teilte über sein Facebook-Profil mit, dass er einen "Platzverweis" erhalten habe. Das wies die Polizei zurück. Der Musiker habe den Elektromarkt freiwillig verlassen, hieß es. Und wollte auch zurückkehren, wie er der Polizei via Twitter mitteilte.

Bereits Ende Januar musste eine Autogrammstunde von Kurdo in Stuttgart wegen zu vieler Fans abgesagt werden. Kurdo ist ein deutscher Rapper mit irakisch-kurdischen Wurzeln. Am Freitag (19.02.2016) veröffentlichte der Heidelberger sein drittes Album "Verbrecher aus der Wüste".

Stand: 19.02.2016, 20:20

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