O mein Papa! 13 Songs zum Vatertag

O mein Papa! 13 Songs zum Vatertag

Wenn er nicht gerade volltrunken den Leiterwagen durch die Gegend schiebt, ist er ja doch meist ein ganz brauchbares Mitglied der Familie: der Vater. Zum Vatertag ehren wir ihn mit 13 Songs.

Boney M.

Cool sein
Früher sollte der Vater vor allem stark sein und die Familie ernähren. Heute sind noch weitere, eher "weiche" Faktoren dazu gekommen. So ist auch die Coolness ein wichtiges Kriterium geworden, wenn es darum geht, den perfekten Vater zu beschreiben. Boney M. wussten das schon 1976, als sie den "Daddy Cool" besangen.

Cool sein
Früher sollte der Vater vor allem stark sein und die Familie ernähren. Heute sind noch weitere, eher "weiche" Faktoren dazu gekommen. So ist auch die Coolness ein wichtiges Kriterium geworden, wenn es darum geht, den perfekten Vater zu beschreiben. Boney M. wussten das schon 1976, als sie den "Daddy Cool" besangen.

Gut ausgestattet
James Brown hatte irgendwas zwischen neun und 19 Kindern und wusste daher auf jeden Fall Bescheid, was für Accessoires man als Vater so alles braucht. Seiner Meinung nach unverzichtbar: eine Tasche. Und zwar nicht irgendeine, sondern eine brandneue. Nachzuhören in seinem ersten großen Hit "Papa's Got A Brand New Bag".


Rollenspieler
Was macht einen Vater aus? Wie soll er sein, wie soll er sich geben? George Michael blieb selbst zwar kinderlos, hat das Thema aber dennoch höchst erfolgreich künstlerisch verarbeitet. Auch wenn nie ganz klar wurde, an wen sich sein Hit "Father Figure" eigentlich richtete und für wen er die Vaterrolle spielen wollte. Aber Geheimnisse gehören im Pop eben genauso dazu wie in der Familie.

So besser nicht
Bei den Temptations war Papa kein Beatle und auch kein Beach Boy. Nein: "Papa Was A Rolling Stone". Allerdings hieß er weder Jagger noch Richards noch Watts. Der Taugenichts in dem Hit aus dem Jahr 1972 blieb namenlos. Dafür soff, stahl und log er wie kein zweiter - und nahm ein böses Ende.

Zirkusreif
Der Vater, von dem Lys Assia 1950 in "O mein Papa" sang, war ein echter Tausendsassa: Die Augen wie Diamanten, das Herz ohne Furcht, machte er gleichzeitig als Clown und als Hochseilartist eine gute Figur. Dass er dem Töchterchen eher rudimentäre Sprach- und Grammatikkenntnisse beibrachte, fällt da nicht so sehr ins Gewicht.

Keine Predigten
Ja, er meint es nur gut. Und ja, er hat schon einige Erfahrungen gesammelt in seinem Leben. Dennoch sind gute Ratschläge oder Moralpredigten des Erzeugers oft das letzte, was man hören will in einer schwierigen Situation. "Papa Don't Preach" sang Madonna 1986 und sprach damit Millionen Töchtern aus der Seele.

Weisheiten für den Sohn
Inhaltlich ähnlich gelagert ist "Father And Son" von Cat Stevens. Der Vater gibt gute Ratschläge und bezeichnet die Jugend seines Sohnemannes sogar als "Fehler". Der wiederum hat die väterliche Bevormundung und Ignoranz satt und zieht am Ende Konsequenzen: Er geht. Also: Besser auch mal zuhören, was der Nachwuchs zu sagen hat.

Der Beschützer
Doch es gibt auch harmonische Vater-Kind-Beziehungen, wie Paul Simon mit "Father And Daughter" zeigt. Ich bin immer für dich da, beschütze dich vor den Monstern unter deinem Bett und kann mir nicht vorstellen, dass es einen anderen Vater gibt, der seine Tochter mehr liebt als ich das tue: Die Aussagen des Songs sind kitschig und simpel - und haben wahrscheinlich gerade deshalb so viele Menschen berührt.

Die Augen als Spiegel der Seele
Auch Eric Clapton beherrscht das Spiel mit den ganz großen Gefühlen. In "My Father's Eyes" fantasiert er über die Augen seines Vaters, den er nie kennengelernt hat, und sinniert gleichzeitig über seine eigene Rolle als Vater.

Hausmusikant
Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal mit Ihren Liebsten gesungen? Na? Bestimmt schon viel zu lange her. Dabei wusste schon Johnny Cash, dass gemeinsames Musizieren bedrückten Seelen hilft und die eine oder andere Sorge in den Hintergrund drängt. Und auch die Tonlagen und das Arrangement waren klar: Mutti macht den Sopran, der Nachwuchs stimmt mit ein. Und Daddy? "Daddy Sang Bass", hieß es beim Man in Black.

Vertauschte Rollen
Es ist ja nicht so, dass es immer nur die Eltern sind, die die Kinder trösten. Manchmal läuft es auch anders herum, wie Elvis Presley in "Don't Cry Daddy" zeigt. Hier sind es die Kinder, die versuchen, den alleinerziehenden Vater aufzumuntern und ihn animieren, mit ihm "Hoppe Hoppe Reiter" zu spielen. Und sie sind sich sicher, dass man zusammen eine "brandneue Mutti" findet. Herzergreifend.

Verzeih mir!
Es gibt Väter, die sich gut gehalten haben, und es gibt Väter, denen das Schicksal die Furchen ins Gesicht und das Grau in die Haare getrieben hat. Die Everly Brothers singen in "That Silver Haired Daddy Of Mine" über letztere und wünschen sich eine Zeitmaschine, um all die von ihnen verursachten Sorgen und Herzschmerzen zu vermeiden.

Öfter mal melden
Und auch Bruce Springsteen würde wohl gerne Geschehenes ungeschehen machen. In "My Father's House" berichtet er von einem Traum, in dem ihn sein Vater vor bösen Mächten beschützt. Nach dem Aufwachen beschließt er, nach langer Zeit mal wieder seinen Vater zu besuchen. Doch der ist unbekannt verzogen. Also, liebe kleinen und großen Kinder: Melden Sie sich doch mal wieder bei Ihrem Vater. Der Vatertag ist da doch schon einmal ein ganz guter Anlass.

Stand: 23.05.2017, 12:27 Uhr