20. Todestag von John Denver

20. Todestag von John Denver

Von Philip Stegers

Sein "Take Me Home, Country Roads" ist einer der bekanntesten Countrysongs aller Zeiten. Am 12. Oktober 1997 kam der amerikanische Sänger und Songwriter John Denver bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben.

John Denver

John Denver wird am Sylvesterabend 1943 als Henry John Deutschendorfer Jr. geboren. Sein deutsch-amerikanischer Vater ist Luftwaffenpilot bei der US-Airforce. Mitte der 60er Jahre bricht er sein Architekturstudium ab und tingelt als Folkmusiker durch die Cafés von Los Angeles.

John Denver wird am Sylvesterabend 1943 als Henry John Deutschendorfer Jr. geboren. Sein deutsch-amerikanischer Vater ist Luftwaffenpilot bei der US-Airforce. Mitte der 60er Jahre bricht er sein Architekturstudium ab und tingelt als Folkmusiker durch die Cafés von Los Angeles.

Sein erstes Album "Rhymes and Reasons" ist 1969 noch ein ziemlicher Ladenhüter. Doch Peter, Paul and Mary covern seinen Song "Leaving on a Jet Plane" und landen damit auf Platz 1 der US-Hitparade. Der Name John Denver ist plötzlich in der Musikbranche in aller Munde.

Ein Lied über Heimweh und den Weg auf der Landstraße zurück nach West Virginia macht John Denver zum Superstar. "Take Me Home, Country Roads" wird sofort ein Klassiker und offizielle Hymne von West Virginia. In der ursprünglichen Version des Songs war eigentlich ein ganz anderer Bundesstaat der USA besungen worden – Massachusetts.

Heile Welt: Mitte der 70er Jahre ist John Denver der Goldjunge der amerikanischen Countryszene. Sein nächster Hit "Rocky Mountain High” ist eine Hymne an das ursprüngliche Colorado und handelt von einem jungen Mann, der seine Liebe zur Natur entdeckt.

Auch der legendäre Frank Sinatra ist ein Riesenfan von John Denver und nimmt einige seiner Songs auf. Bei ihm bestellt "The Voice" auch ein Weihnachtslied, um es für seine Enkelin zu singen. Der Songwriter liefert das herrlich sentimentale "A Baby Just Like You" ab, Sinatra ist hochzufrieden.

John Denver versucht sich in dieser Zeit auch als Schauspieler. In der Komödie "Oh God" spielt er den stellvertetenden Fillialleiter eines Supermarkts, der Besuch von Gott kriegt.

1979 ist John Denver zu Gast in der Muppet Show. Doch der nette und naturverbundene Junge von nebenan hat eine dunkle Seite, von der die Öffentlichkeit nichts mitbekommt. Alkohol- und Drogenprobleme machen ihm zu schaffen. Nach einem heftigen Streit mit seiner Frau Annie zerlegt er das Ehebett mit einer Kettensäge.

Anfang der 80er Jahre verlagert John Denver sein Engagement zunehmend auf soziale und ökologische Projekte. Der Friedensaktivist ist Dauergast auf Spendengalas für den guten Zweck (hier im Bild mit Yoko Ono und US-Präsident Jimmy Carter). 1984 gibt er als einer der ersten westlichen Künstler Konzerte in der damaligen Sowjetunion.  

Zu Besuch im "Musikladen” bei Manfred Sexauer: In Deutschland hat John Denver besonders treue Fans, die auch in schweren Zeiten zu ihm halten. Seine beiden Ehen enden im Rosenkrieg. In den USA schmeißt ihn die Plattenfima 1986 wegen zunehmender Erfolglosigkeit raus.  

Mitte der 90er Jahre verursacht John Denver innerhalb eines Jahres zwei Autounfälle im Vollrausch. Nur mit Glück entgeht er dem Gefängnis. Am Tiefpunkt angekommen, weist er sich in eine Entzugsklinik ein und beginnt eine Psychotherapie.

Gerade als der begeisterte Pilot sein Leben wieder in den Griff bekommt, geschieht ein tragisches Unglück. Durch einen Bedienungsfehler stürzt John Denver mit seinem Leichtflugzeug über der Monterey Bay in Kalifornien ab und kommt dabei ums Leben. Seine Lieder und sein humanitäres Engagement bleiben unvergessen.

Stand: 12.10.2017, 00:00 Uhr