Lichtkunst in Marl: Installationen, Performances und Videoprojekte

Lichtkunst in Marl: Installationen, Performances und Videoprojekte

Der vierte Lichtkunstparcours "Urban Lights Ruhr" findet in diesem Jahr in Marl statt. Acht Künstlerinnen und Künstler setzen dabei die 1960er-Jahre Architektur des Marler Stadtzentrums in Szene.

Urban Lights Ruhr in Marl

Die Marler Innenstadt-Architektur galt in den 1960er-Jahren geradezu als Avantgarde. Das Stadtzentrum wurde 1963 auf dem Reißbrett geplant und Ideen der brutalistischen Moderne umgesetzt - die damalige Utopie der modernen Großstadt. In der Innengestaltung des Rathauses spielen beispielsweise die "De Stijl"-Farben Blau, Rot und Gelb eine wichtige Rolle. Auf sie verweist der Künstler Martin Pfeifle mit seiner Installation aus großen Leuchtkörpern auf dem Rathausvorplatz. Mit seiner Arbeit und dem Titel "Piet!" bezieht sich Pfeifle außerdem auf den "De Stijl"-Künsterl Piet Mondrian.

Die Marler Innenstadt-Architektur galt in den 1960er-Jahren geradezu als Avantgarde. Das Stadtzentrum wurde 1963 auf dem Reißbrett geplant und Ideen der brutalistischen Moderne umgesetzt - die damalige Utopie der modernen Großstadt. In der Innengestaltung des Rathauses spielen beispielsweise die "De Stijl"-Farben Blau, Rot und Gelb eine wichtige Rolle. Auf sie verweist der Künstler Martin Pfeifle mit seiner Installation aus großen Leuchtkörpern auf dem Rathausvorplatz. Mit seiner Arbeit und dem Titel "Piet!" bezieht sich Pfeifle außerdem auf den "De Stijl"-Künsterl Piet Mondrian.

Der architektonische Glanz der 1960er-Jahre ist inzwischen jedoch an vielen Orten Geschichte. Einige Gebäude sind stark in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig, andere stehen leer. Das Festivalzentrum liegt in einer leerstehenden Hauptschule. Dort zeigt der österreichische Künstler Nikolaus Gansterer seine Dreikanal-Videoinstallation "untertagüberbau". Die bestehende Architektur wird hier als Klangkörper und Bildfläche erfahrbar.

Das große Wasserbecken vor dem Marler Rathaus wurde schon vor einigen Jahren trocken gelegt. Doch für den Dreh von Isa Melsheimers Videoarbeit "Wasserballett für Marl" wurde das Becken abgedichtet, von der Feuerwehr mit Wasser gefüllt und dann in einer Performance von Tänzern bespielt. Der Glanz der 1960er-Jahre kehrt in dieser Videoarbeit zurück auf den Creiler Platz.

Isa Melsheimers Tänzer bewegen sich aber nicht nur durch das Wasserbecken - sondern auch über den Platz und durch das Rathausgebäude.

Das Künstler-Duo "Sans façon" präsentiert in Marl eine Klanginstallation: eine riesige Lautsprecherwand, aus der Applaus erklingt. Je näher der Betrachter der Wand kommt, je lauter wird der Applaus. Die Arbeiten der acht Künstlerinnen und Künstler sind noch bis zum 29.10.2017 täglich zwischen 16 Uhr und 22 Uhr in Marl zu sehen.

Stand: 16.10.2017, 15:02 Uhr