Neue Skulpturenterrasse in Düsseldorf

Neue Skulpturenterrasse in Düsseldorf

Unter dem freien Himmel von Düsseldorf-Flingern ist eine neue Skulpturenterrasse eröffnet worden. Damit ist die erst seit wenigen Monaten bestehende "Sammlung Philara" des Kunstsammlers Gil Bronner endlich komplett.

Skulpturen auf einer Terrasse.

Die neue Dachterrasse der Sammlung Philara über den Ausstellungsräumen ist dicht in den urbanen Kontext eingewebt. Ausgebaut mit Holz und Bänken zum Verweilen sind dort vier große Skulpturen zu sehen. Unter anderem "Reclining Nude" von David Renggli aus Zürich, hier im Vordergrund, und dahinter "Rise, 2012" des Berliners Thomas Kiesewetter.

Die neue Dachterrasse der Sammlung Philara über den Ausstellungsräumen ist dicht in den urbanen Kontext eingewebt. Ausgebaut mit Holz und Bänken zum Verweilen sind dort vier große Skulpturen zu sehen. Unter anderem "Reclining Nude" von David Renggli aus Zürich, hier im Vordergrund, und dahinter "Rise, 2012" des Berliners Thomas Kiesewetter.

Ein weiteres Beispiel ist diese Skulptur des in Gent lebenden Belgiers Kris Martin. Der Künstler hat die Maße des berühmten Genter Altars von Jan van Eyck aus dem Jahr 1432 genommen und in einem Stahlrahmen nachgebaut.

Das Werk ist bereits weltweit ausgestellt worden und hat nun seine Heimat in Düsseldorf gefunden. Auf der neuen Skulpturenterrasse rahmt der Altar jetzt den Himmel von Flingern ein.

Die über 500 Quadratmeter große Ausstellung auf dem Flachdach soll weiter wachsen, zwei weitere Arbeiten sind bereits fest eingeplant. Die vierte Skulptur auf der Terrasse ist von Erika Hock (Ohne Titel).

Gil Bronner hat die Sammlung Philara erst vor einigen Monaten in Düsseldorf eröffnet. Bronner hat im großen Stil gesammelt und ist der Düsseldorfer Kunstszene sehr verbunden. Als Privatmuseum versteht er seine Sammlung aber nicht. So fühlt er sich keinen musealen Aufgaben verpflichtet und einen Eröffnungsdruck habe es 2016 auch nicht gegeben. Daher wurde die Terrasse nun einfach ein paar Monate später fertig.

Gleichzeitig mit der Eröffnung der Skulpturenterrasse ist im Erdgeschoss auch eine neue Ausstellung der Künstlerin Erika Hock zu sehen: "Second Home".

Hock hat in Münster und Düsseldorf studiert und gewann 2012 den NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler.

Der Titel der Ausstellung "Second Home" bezieht sich auf ein modernes Wohnkonzept für Internetnomaden: vorübergehende Zweitwohnsitze für Pendler und rastlose Hipster, mit Wohlfühleinheiten, Yoga-Raum und veganer Küche. In ihren Werken spielt Hock damit.

Die Künstlerin bewegt sich an der Schnittstelle von Architektur, Design und Kunst. Daraus entstehen dysfunktionale Möbel und skurrile Situationen.

Ihre Möbel-Design-Skulpturen erhalten durch ihre Skurrilität fast einen menschlichen Charakter.

Die Ausstellung "Second Home" ist noch bis zum 25. Juli in der Sammlung Philara zu sehen. Autorin des Radiobeitrags: Claudia Dichter.

Stand: 28.04.2017, 13:17 Uhr