Sam-Shaw-Ausstellung in Oberhausen

Sam-Shaw-Ausstellung in Oberhausen

Der New Yorker Sam Shaw gilt als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. In Oberhausen werden bis Mitte September über 200 seiner Werke aus 60 Jahren präsentiert.

Sam Shaw, Marilyn Monroe, New York City 1954 (Das verflixte 7. Jahr)

"Ich habe nur selten eine fotografische Komposition arrangiert - die einzige Ausnahme war das Foto von Marilyn Monroe in der Serie mit dem hochfliegenden Rock", sagte der 1999 verstorbene Fotograf Sam Shaw über eines seiner berühmtesten Werke aus dem Film "Das verflixte 7. Jahr". Shaw hatte die Schauspielerin zwei Jahre zuvor zufällig kennengelernt. Am Rande der Dreharbeiten ließ er die Szene für Presse-Fotografen nachstellen und drückte selbst auch auf den Auflöser.

"Ich habe nur selten eine fotografische Komposition arrangiert - die einzige Ausnahme war das Foto von Marilyn Monroe in der Serie mit dem hochfliegenden Rock", sagte der 1999 verstorbene Fotograf Sam Shaw über eines seiner berühmtesten Werke aus dem Film "Das verflixte 7. Jahr". Shaw hatte die Schauspielerin zwei Jahre zuvor zufällig kennengelernt. Am Rande der Dreharbeiten ließ er die Szene für Presse-Fotografen nachstellen und drückte selbst auch auf den Auflöser.

Der Film ist das große Vorbild für Shaws Aufnahmen. So benutzt er oft ungewöhnliche Blickwinkel, die an Kameraeinstellungen für Filmsequenzen erinnern. Die Porträts von Stars, Künstlern und Intellektuellen dieser Zeit füllen zahlreiche Titelseiten und bestimmen bis heute unser Bildgedächtnis. Dieses Porträt von Woddy Allen entstand 1967 in London.

Shaw liebte Frauen und liebte es, sie zu fotografieren. "Höchst sicher von sich und ihrer Pracht", ist Sophia Loren laut Shaw gewesen. Er traf sie 1960 bei Dreharbeiten zu "Die Dame und der Killer". Weitere Stars vor seiner Linse waren zum Beispiel Ingrid Bergmann, Elizabeth Taylor und Natalie Wood.

In seinen Künstlerporträts zeigt sich auch Shaws Interesse an Malerei. John Wayne ist auf diesem Foto von 1961 recht gut zu erkennen, auch wenn nur seine Profilumrisse zu sehen sind.

Shaw ist jedoch nicht nur für seine Bilder aus der Hollywood-Glitzerwelt bekannt, sondern auch für seine Bildberichte zu Armut und Verbrechen. "Ich persönlich suche, um zu finden", sagte Shaw einmal. "Das Unerwartete zu finden, an der nächsten Ecke, zu sehen, was passiert, ist für mich ein visuelles Abenteuer." 1943 dokumentierte er diese Kinder beim Murmelspielen in Missouri ...

... und 1946 diesen unheimlichen Sheriff vor einem Wahllokal in Mississippi. In Zusammenarbeit mit den Shaw Family Archives ist in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen bis zum 17. September eine umfängliche Retrospektive mit etwa 230 Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen. Neben den Klassikern sind in "Finding the unexpected Sam Shaw. 60 Jahre Fotografie" thematische Schwerpunkte aus seinem Schaffen herausgearbeitet zu Bereichen wie Sport, Porträt, Verbrechen oder Film.

Stand: 17.05.2017, 10:34 Uhr