"Die Krankheit des Eisens"

"Die Krankheit des Eisens"

Gemeinsam Berge sprengen und Körper aufschneiden: Die besondere Beziehung von Mensch und Maschine zeigt die Film-Trilogie "La Malattia del Ferro" von Yuri Ancarani in der Raketenstation Hombroich bei Neuss.

Ein Arbeiter läuft im Vordergrund an einem Marmorsteinbruch vorbei.

Die Trilogie "La Malattia del Ferro" widmet sich dem Verhältnis von Mensch und Maschine in drei unterschiedlichen hochspezialisierten Arbeitswelten. "Il Capo", der erste Film der Serie aus dem Jahr 2010, porträtiert die Arbeit in einem Marmorsteinbruch auf dem Monte Bettogli bei Carrara in den Apuanischen Alpen.

Die Trilogie "La Malattia del Ferro" widmet sich dem Verhältnis von Mensch und Maschine in drei unterschiedlichen hochspezialisierten Arbeitswelten. "Il Capo", der erste Film der Serie aus dem Jahr 2010, porträtiert die Arbeit in einem Marmorsteinbruch auf dem Monte Bettogli bei Carrara in den Apuanischen Alpen.

Mit der Eleganz der Präzision dirigiert der Vormann (il capo) vor der Kulisse weißer Marmorwände Bagger(-fahrer) beim Abbruch der großen Steinblöcke.

Der italienische Künstler Yuri Ancarani ist mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt erhielt er den Spezialpreis der Jury auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno (2016).

Auch beim zweiten Film der Trilogie, "Piattaforma Luna" (2011), geht es um die Arbeit mit Maschinen.

Ancarani beobachtet in einer Überdruckkammer am Grund des Ionischen Meers den Alltag von sechs Tiefseetauchern, die dort drei Wochen am Stück für die Gasgewinnung arbeiten.

Der Film "Da Vinci (2012)" lenkt den Blick in das Innere des menschlichen Körpers, auf die inneren und äußeren Schritte mehrerer laparoskopischer Operationen, die mit Da Vinci, einem Roboter für chirurgische Eingriffe, durchgeführt werden.

Während der Operateur an einer Konsole mit Hilfe einer Kamera die Vorgänge im Körper des Patienten steuert, nehmen Da Vincis mechanische Arme die eigentliche Operation vor.

Die drei Filme werden bis zum 5. Juni 2017 in einem Gebäude des Architekten Raimund Abraham (1933 - 2010) auf der Raketenstation Hombroich gezeigt, das ursprünglich als "Haus für Musiker" konzipiert wurde.

Stand: 24.04.2017, 13:56 Uhr