Schrilles Revier - Jorieke Tenbergen im Museum Folkwang

Schrilles Revier - Jorieke Tenbergen im Museum Folkwang

Von Simone Maurer

Sie ist jung und neu im Ausstellungsgeschäft: Die niederländische Künstlerin und Designerin Jorieke Tenbergen liebt es, mit verschiedenen Kontexten von Mode und Kunst zu spielen. Für ihre erste Museumsausstellung überhaupt in Deutschland ließ sie sich im Ruhrgebiet inspirieren. Das Ergebnis ist ab Donnerstag (24.08.17) im Museum Folkwang in Essen zu sehen.

 Jorieke Tenbergen - Landscape with cloudy sky

Die 1993 in Zevenaar in den Niederlanden geborene Künstlerin bewegt sich im Feld zwischen Design, Mode und Kunst. Fotos aus der Zeitung und dem Internet spielen bei ihren Arbeiten eine wichtige Rolle. Denn Jorieke Tenbergen liebt es, Dinge spielerisch in einem neuen Kontext zusammenzustellen und Fremdartiges miteinander zu verbinden.

Die 1993 in Zevenaar in den Niederlanden geborene Künstlerin bewegt sich im Feld zwischen Design, Mode und Kunst. Fotos aus der Zeitung und dem Internet spielen bei ihren Arbeiten eine wichtige Rolle. Denn Jorieke Tenbergen liebt es, Dinge spielerisch in einem neuen Kontext zusammenzustellen und Fremdartiges miteinander zu verbinden.

Erst vor einem Jahr machte die Niederländerin ihren Abschluss an der Arnheimer ArtEZ Academy of Art and Design – mit Auszeichnung für ihre ungewöhnliche Herrenkollektion. Die Ausstellung "Caution! Contaminated Context II" im Museum Folkwang in Essen ist eine echte Premiere: Nie zuvor wurde ihre künstlerische Arbeit in einem deutschen Museum gezeigt.

Für die Ausstellung im Rahmen der Reihe "6 1/2 Wochen" beschäftigte sich die junge Künstlerin eindringlich mit dem Kontext der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet. "Als ich die Stadt vor ein paar Monaten besuchte, beeinflussten mich alle möglichen Dinge, die ich sah und Dinge, die ich mit diesen in Verbindung brachte", sagt Jorieke Tenbergen.

Arbeitskleidung aus den Bergwerken sowie Symbole der Industriekultur inspirierten sie dabei genauso wie gewöhnliche Allagsgegenstände, die sie in der Region entdeckte. Die entstandenen Collagen ließ die Künstlerin auf fast fünf Meter breite und bis zu sieben Meter hohe Wandtapeten aus Polyester drucken, die beim Betrachter ganz unterschiedliche Assoziationen hervorrufen.

In "Still life with flowers" knüpft sie auch an das Goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei an, dessen Landschaften und Stillleben im 17. Jahrhundert wahre Exportschlager waren. Den Windmühlen, Früchten und Blumen der Alten Meister aus ihrer Heimat setzt sie viel Kunststoff in Form von Rohren und Pylonen entgegen. Zu sehen ist die Ausstellung im Museum Folkwang bis zum 8. Oktober 2017.

Stand: 23.08.2017, 16:11 Uhr