Imi Knoebel im Skulpturenpark Waldfrieden

Imi Knoebel im Skulpturenpark Waldfrieden

Der Maler und Bildhauer Imi Knoebel ist im Minimalismus zuhause. Eine Ausstellung im Skulpturenpark Waldfrieden zeigt seine ungewöhnlichen "BILDER".

Imi Knoebel, Raum 19 III, 1968-2006

Die Ausstellung in Wuppertal zeigt unter anderem die monumentale Installation "Raum 19", die zu Imi Knoebels Hauptwerken gehört. Sie entstand in der Mitte der 1960er-Jahre, als er als Student in den Kreis der jungen Künstler um Joseph Beuys eintrat.

Die Ausstellung in Wuppertal zeigt unter anderem die monumentale Installation "Raum 19", die zu Imi Knoebels Hauptwerken gehört. Sie entstand in der Mitte der 1960er-Jahre, als er als Student in den Kreis der jungen Künstler um Joseph Beuys eintrat.

Die Beuys-Klasse arbeitete an der Kunstakademie Düsseldorf in Raum 20. Beuys überließ Knoebel und dessen Freund Giese einen eigenen Raum, Raum 19. Klaus Wolf Knoebel und Rainer Giese hatten zu der Zeit den Vornamen IMI angenommen, bei dem es sich um die Kurzform ihres Abschiedsgrußes "Ich Mit Ihm" handelt.

Klassische Malereistile lehnte Knoebel ab. Eine Hartfaserplatte konnte für ihn schon ein Bild sein. Dementsprechend bestand "Raum 19" aus gestapelten und geschichteten Objekten, Kuben, Würfel, Keilrahmen. Die Malerei führte Knoebel ins Dreidimenisonale hinein.

Der Künstler Tony Cragg, der den Skulpturenpark gründete, geht davon aus, dass bei der klassischen Malerei irgendwann die Frage kommt: "Was stellt denn das dar?" Knoebels Arbeit sei jedoch keine Art, etwas darzustellen. "Was es ist, ist eine Entity, ist ein Ding in sich selbst, ein Stück Realität, ein neues Stück Realität", so Cragg.

"Das ist, wie wenn man in der Natur einem neuen Gegenstand begegnet. Das ist aufregend, weil es eine ganz neue Erfahrung anbietet", glaubt Cragg.

Knoebel gehörte zur Minimal Art-Strömung innerhalb der Beuys-Klasse und zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern des Minimalismus. Er reduzierte Farben und Formen auf das Einfachste, etwa geometrische Flächen.

Imi Knoebel wurde 1940 in Dessau geboren. Vor seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf besuchte er 1962 die Werkkunstschule in Darmstadt, wo er auch Rainer Giese kennenlernte. 2006 wurde er Ehrendoktor der Friedrich Schiller-Universität Jena. Heute lebt und arbeitet Knoebel in Düsseldorf.

Die Ausstellung "BILDER" zu Imi Knoebel ist bis zum 3. Dezember 2017 im Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden zu sehen.

Stand: 15.07.2017, 06:00 Uhr